thumbnail Hallo,

Torlinientechnologie: FIFA stimmt zu - Bundesliga will einsteigen!

Jetzt ist es amtlich! Die FIFA stimmt der Nutzung der Torlinientechnologie zu. Den ersten Test gibt es bei der Klub-WM 2012 in Tokio, und auch die Bundesliga ist interessiert.

Zürich. Endlich, werden viele sagen: Die FIFA hat sich dazu durchgerungen, die Technologie, die von vielen gefordert worden war, nun einzuführen. Generalsekretär Jerome Valcke verkündete dies heute, dass die Mitglieder des International Football Association Board (IFAB) den Weg frei gemacht hätten für die Revolution im Weltfußball – technische Hilfsmittel sind ab sofort erlaubt.

Zwei Systeme haben sich in den Tests, die in Deutschland, England, Ungarn und Italien stattfanden, als tragfähig herausgestellt: Der Chip im Ball (GoalRef) sowie das Hawk-Eye, eine Hintertorkamera. Danach hat das IFAB am 5. Juli in Zürich einstimmig beschlossen, technische Hilfsmittel zu erlauben.

Erlaubnis erteilt - Verwendung noch offen

Eingeführt und getestet wird die neue Technologie erstmals bei der Klub-WM in Japan, die im Dezember stattfindet, danach beim Confederations Cup und der WM in Brasilien. Darüber hinaus ist noch unklar, ob in den einzelnen Ligen in Europa das System einen festen Platz bekommen wird, beispielsweise in der Bundesliga.

*UPDATE* - Liga befürwortet, aber: Keine Schnellschüsse

Die Verantwortlichen der Bundesliga haben sich inzwischen befürwortend geäußert. So sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: „Aus Sicht des DFB ist es ein Schritt in die richtige Richtung, aber Schnellschüsse in der Umsetzung darf es nicht geben. Zur neuen Saison ist eine Einführung absolut unmöglich. Es ist der richtige Weg, den Einsatz der Technik zunächst auf die großen FIFA-Turniere zu konzentrieren.“

Gegenüber der Bild war sich DFL-Präsident Reinhardt Rauball ebenfalls pro technische Hilfsmittel, sah jedoch keine Möglichkeit einer schnellen Umsetzung: „Das ist für die Zukunft des Fußballs ein erster wichtiger Schritt. Eine Einführung in der Bundesliga zur neuen Saison halte ich aber für absolut ausgeschlossen. Ich kann mir das frühestens zur Saison 2013/2014 vorstellen.“

Er ließ durchblicken, dass der Einsatz wohl auf die oberen Ligen beschränkt bleiben werde: „Denn in Wimbledon ist es ja auch so, dass die Hawkeye-Technologie auch nur auf den Plätzen 1 und 2 genutzt wird.“

Blatter triumphiert

Fest steht jedoch, dass FIFA-Boss Sepp Blatter damit einen Sieg über UEFA-Präsident Michel Platini davon getragen hat, denn letzterer hatte sich noch jüngst kategorisch dagegen ausgesprochen, während Blatter seit einiger Zeit als Befürworter der Technik gilt.

Das Prozedere wird sein, dass ein im Stadion installiertes System einem Funktionscheck unterzogen werden muss, der Organisator des Wettbewerbs, des Vereins oder der Stadioninhaber muss die Ergebnisse als zuverlässig durchwinken, bevor die Technik dann verwendet werden kann.

EURE MEINUNG: Die richtige Entscheidung?
Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig