Er beging offenbar Selbstmord: Walisischer Nationaltrainer Gary Speed ist tot

Der Nationaltrainer aus Wales hat sich allem Anschein nach im Alter von nur 42 Jahren das Leben genommen. Das bestätigte die Polizei am Sonntag.

Von D. Reinkens und D. Weinacht

Gary Speed
Getty Images
Cardiff. Gary Speed ist tot. Der Fußballverband von Wales hat die traurige Nachricht bestätigt, dass der Nationaltrainer verstorben ist. Zu den genauen Umständen seines Todes gibt es noch keine Angaben, ein Verbrechen wurde von der Polizei aber bereits ausgeschlossen.

Zwischenfall am Sonntagmorgen

„Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei der Familie. Wir bitten jeden, in dieser schweren Zeit, die Privatsphäre der Familie zu respektieren“, heißt es in der Mitteilung des Verbands. Im Dezember 2010 hatte er den Job als Nationaltrainer in seiner Heimat übernommen und alle Erwartungen übertroffen. Am Sonntag um 7.08 Uhr wurde die Polizei wegen eines Zwischenfalls bei Speed gerufen, konnte ihn jedoch nur noch tot auffinden.

Suizid wahrscheinlich

„Es gibt keine verdächtigen Umstände um seinen Tod“, stellte eine Sprecherin der Polizei fest. Mehrere englische Medien berichten von einem Suizid durch Erhängen und berufen sich dabei auf Polizeiberichte. Speeds Leichnahm wird zunächst der Gerichtsmedizin überstellt, dann sollen weitere Informationen zur genauen Todesursache folgen.

Lange Karriere in der Premier League

Speed spielte zwischen 1988 und 1996 über 300 Spiele für Leeds United, ehe er seine Karriere bei Everton, Newcastle und Bolton fortsetzte. In seiner Laufbahn als Nationaltrainer hat er die Hälfte seiner Spiel gewonnen, ein grandioser Wert für ein Fußballland wie Wales. Wegbegleiter von Speed in der Premier League wie Michael Owen haben ihre Trauer bereits über Twitter kundgetan.



Robbie Savage
(Ex-Mitspieler von Speed): „Die Welt hat einen großartigen Menschen verloren. Er war ein toller Team-Kamerad. Er war ein toller Manager. Ich habe noch gestern mit ihm gesprochen. Warum? Warum? Warum? Ich werde ihn so sehr vermissen!“

Aaron Ramsey (früherer Kapitän der walisischen Nationalmannschaft): „Ich habe diese tragische News heute morgen erhalten. Ich kann das nicht glauben. Meine Gedanken und Gebete sind an die Familie gerichtet. Heute hat die Welt einen tollen Manager und einen noch besseren Menschen verloren. Wir werden ihn alle vermissen.“

Michael Owen (lebt in der Nähe der Speeds): „Ich kann das gar nicht glauben. Wir haben uns vor einigen Tagen noch gesehen, als wir unsere Kinder zur Schule gebracht haben. Er starb im Alter von 42 Jahren. So traurig. Wir kennen seine Familie. Er hinterlässt zwei Söhne – tragisch.“

Gary Neville: „Er war ein absoluter Profi, ein Sieger. Das ist schockierend. Wir denken immer, der Fußball sei wichtig. Aber er ist es nicht.“

Robert Earnshow (walisischer Angreifer): „Ich bin so traurig. Wir haben unseren Manager, Leader und einen tollen Menschen verloren. Rest in Peace, Gary Speed!“

Auch Newcastle United, Leeds United und Sheffield United drückten am Nachmittag ihre Trauer aus, ebenso der englische Fußballverband.



 
Goal.com-Flutlicht
  1. Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde

    EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.

  2. Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM

    Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.

  3. Eden Hazard und die Geschichte des Millionentransfers, der ihn zu Chelsea führte Eden Hazard und die Geschichte des Millionentransfers, der ihn zu Chelsea führte

    Es ging um richtig viel Geld, als der belgische Shootingstar beiden Großklubs aus Manchester absagte und an die „Stamford Bridge“ wechselte. Dort macht er nun so richtig Kasse.

  4. Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de! Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!

    Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde