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Der spanische Nationalspieler sprach über seine Rolle bei Olympia 2012 und über die Zukunft der Nationalmannschaft.

Berlin. In einem Interview mit Fifa.com sprach der spanische Nationalspieler Javi Martinez über das Scheitern bei Olympia 2012 in London. Obwohl er die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine mit der Nationalmannschaft gewonnen hat, konnte er das Potenzial des Teams nicht bei den Olympischen Spielen wecken.

„Wir waren nicht in Bestform“

Die große Ernüchterung kam für die spanische Nationalmannschaft schon vor dem Ende der Gruppenphase. Lediglich einen Punkt konnten die Welt- und Europameister ergattern. Gegen Honduras und Japan erlitt man herbe Niederlagen. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir eine großartige Gelegenheit verpasst haben, denn wir waren eine großartige Mannschaft mit einem großartigen Trainer. Aber der Fußball ist manchmal so. Wir waren nicht in Bestform“, so Martinez.

Trotz alledem bewundert er das Können des Nationalteams und lobt die gelungene Qualifikation. „Bei den Spielen dabei zu sein, ist eine ganz besondere Erfahrung. Es ist sehr schwer, sich zu qualifizieren, und am Ende berufen zu werden, ebenfalls. Es gab auf diesem Weg viele gute und schlechte Momente. Spanien war seit zwölf Jahren nicht mehr hier dabei. Das ist etwas, auf das wir stolz sein können.“

Wenig internationaler Erfolg

Obwohl das Team um Martinez, Iniesta und Co. den Europameistertitel verteidigt haben, konnte der Spieler von Athletic Bilbao keinen internationalen Titel mit seinem Verein gewinnen. Mit Bilbao stand der 23-jährige sogar im Finale des spanischen Pokals und der Europa League, scheiterte jedoch an beiden Gegnern.

„Zweifellos müssen wir versuchen, uns im Vergleich zum letzten Jahr zu verbessern. Der Klub, die Spieler und die Fans sind zufrieden mit der Leistung, aber auch wenn die positiven Eindrücke überwiegen, ist da noch der Schmerz, diese beiden Endspiele verloren zu haben. Wir müssen weiterarbeiten, um bessere Spieler zu werden und unseren Fußball zu perfektionieren.“

Zukunft gesichert

Trotz des frühen Aus bei den Olympischen Spielen, sieht Javi Martinez die Zukunft der A-Nationalmannschaft der Herren in ruhigen Händen und verweist auf die vielen Talente, die Spanien zu bieten hat. „Wir haben einige hervorragende Jahre hinter uns. Wir sind U-21- und U-19-Europameister. Wir haben eine gute Jugendarbeit und es herrscht vollkommenes Vertrauen. Man gewöhnt sich leicht an das Gute, und oft wird während einer Serie mit guten Ergebnissen oder einem guten Lauf nicht genug gewürdigt, wie schwer es ist, zu gewinnen.“

„Rückschläge wie diese lassen dich innehalten und führen dir wieder vor Augen, wie viel es kostet. Es scheint, als ob die letzte Europameisterschaft mit Leichtigkeit gewonnen wurde, doch das war nicht so. Bittere Erfahrungen wie die bei Olympia machen dir bewusst, dass der Grat zwischen Erfolg und Scheitern sehr schmal ist“, so der Wunschspieler vom FC Bayern München abschließend im Fifa.com-Interview.

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