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Das erste Mal seit 1960 in Rom stellt Großbritannien eine Fußballmannschaft für das olympische Fußballturnier. Nach Trainer Pearce soll das bestmögliche Ergebnis erzielt werden.

London. Ab dem 29. Juli finden zum dritten Mal die Olympischen Sommerspiele in Großbritanniens Hauptstadt London statt. Beim Fußballturnier kommt es dazu zu etwas, was es bei außerolympischen Fußballturnieren nicht gibt. Großbritannien stellt ein gemeinschaftliches Team auf. Trainer der Auswahl ist der ehemalige Nationalspieler Englands Stuart Pearce. In einem Interview mit FIFA.com spricht er über die Vorbereitung und die Ziele der Mannschaft.

Die Menschen im Mutterland des Fußballs sind optimistisch im Hinblick auf das olympische Fußballturnier im Heimatland. Stuart Pearce sieht jedoch auch eventuelle Nachteile seiner Mannschaft. „Wir mussten uns nicht qualifizieren, während die anderen 15 Teams alle durch die Qualifikation mussten. Das sorgt natürlich für ein stärkeres Kollektiv. Schließlich haben sie viel länger Zeit, die Mannschaft vorzubereiten, mehr Zeit für die Trainer, mit den Spielern zu arbeiten und sie besser kennen zu lernen. Was das angeht sind wir also tatsächlich leicht im Nachteil“, so der 52-Jährige gegenüber FIFA.com.

Heimvorteil nutzen

Doch für den langjährige Trainer der englischen U21-Nationalmannschaft gibt es nicht nur Negatives, er sieht „auch einen Vorteil auf unserer Seite, nämlich dass wir im eigenen Land spielen. Wir hoffen, dass sich unsere Fans voll und ganz hinter uns stellen und für den ganz besonderen Motivationsschub sorgen. Unsere Spieler waren wohl etwas verunsichert und wussten nicht so recht, was sie erwarten sollten, als sie vor zwei Wochen ankamen. Aber als sie dann alle ihre Ausrüstung bekommen haben und ins Olympische Dorf eingezogen sind, da ist ihnen wohl die immense Bedeutung des Turniers klar geworden. Das müssen wir jetzt zu unserem Vorteil nutzen“.

„Wir üben Elfmeter, um das Finale zu gewinnen“

Bleibt also abzuwarten, ob die Vor- oder die Nachteile überwiegen. Der Engländer bereitet sein Team allerdings auf alle Eventualitäten vor. „Ich stelle mein Team darauf ein, den ganzen Weg zu gehen und das Finale zu gewinnen! Wir trainieren, um das Finale zu gewinnen, wir üben Elfmeter, um das Finale zu gewinnen. Ich wäre ehrlich gesagt enttäuscht, wenn einer der 16 Trainer eine andere Mentalität hätte. Wir haben ja gesehen, was auf englischen, bzw. britischem Boden möglich ist. 1966 wurde die WM im eigenen Land gewonnen, bei der EURO 96 haben wir das Finale nur ganz knapp verpasst... Der Heimvorteil spielt im Fussball überall auf der Welt eine sehr wichtige Rolle. Wir müssen also dafür sorgen, dass wir mit unseren Leistungen die Zuschauer in Massen ins Stadion holen“.

EURE MEINUNG: Kann Großbritannien bei den olympischen Spielen eine Medaille holen?
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