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Die Bayern waren in diesem Jahr sowohl sportlich als auch wirtschaftlich das Maß aller Dinge. Den Ursprung des Erfolgs sieht der Vorstands-Chef in einer bitteren Niederlage.

München. In sportlicher Hinsicht war der Gewinn der Klub-WM durch den 2:0-Finalsieg gegen Raja Casablanca die Krönung eines einmaligen Jahres. Es war nach Deutscher Meisterschaft, Champions League, DFB-Pokal und UEFA-Supercup der fünfte Titel des FC Bayern München in 2013. 

"Ich glaube, wir alle werden an Silvester mit Zufriedenheit, vielleicht auch mit einem Stück Stolz auf dieses Jahr zurückblicken", sagte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit Bild. Neben den rekordverdächtigen Erfolgen der Mannschaft wurde das Jahr auch wirtschaftlich mit einer Bestmarke abgeschlossen: 432,8 Millionen Euro an Umsatz verzeichnete der FC Bayern.

Chelsea-Pleite als Initialzündung

Für Rummenigge war die Jetzt-Erst-Recht-Stimmung nach dem so unglücklich verlorenen Champions-League-Finale gegen Chelsea im Mai 2012 der Ursprung dieses weiterhin anhaltenden Höhenflugs. "Ich habe danach bei uns im Klub so viel Unzufriedenheit gespürt wie nie. Nach Chelsea haben sich die Dinge teilweise dramatisch geändert", blickte der frühere Nationalspieler zurück.

Als "kritisch bis zur Unterhose" bezeichnete Rummenigge die auf das Finale dahoam folgende Analyse beim Rekordmeister. Unter anderem die Transferpolitik wurde überdacht und fortan "Spieler wie Martinez, Dante, Mandzukic und zuletzt Thiago für sehr viel Geld verpflichtet."

Überdies landete in Pep Guardiola ein Mann mit Weltformat auf der Trainerbank, der eine ohnehin schon erstklassig besetzte Mannschaft noch einmal weiter entwickelte: "Insgesamt ist unsere Mannschaft nach dem Triple sogar noch stärker und unberechenbarer geworden", ist der Vorstands-Chef überzeugt.

Bewunderung für Barca

Als Parade-Beispiel für niemals enden wollenden Titel-Hunger nennt Rummenigge indes Guardiolas Ex-Klub. "Barcelona ist in dieser Hinsicht ein Vorbild für mich. Ich habe immer bewundert, wie die nach jedem Erfolg einfach weiter gemacht haben - und immer weiter Erfolge gehabt haben."

Eine Wiederholung des Triples erwarte dennoch niemand, betonte der 58-Jährige. Zumindest in der Bundesliga blickte er nach einer beeindruckenden Hinrunde aber schon einmal "optimistisch Richtung Titelverteidigung."

Sowohl auf als auch außerhalb des Platzes soll der nationale Ruhm allerdings nicht ausreichen. Um wirtschaftlich im "globalen Wettbewerb" mit den Großmächten des Vereinsfußballs mithalten zu können, soll das Marketing weltweit - etwa in den USA - ausgeweitet werden. "In New York werden drei, vier Leute dafür sorgen, dass der FC Bayern in Amerika bekannter wird. Und, daraus mache ich keinen Hehl: Wir wollen Geld verdienen."
 
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