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Portrait: Gerard Pique
Er verkörpert den modernen Innenverteidiger wie kaum ein anderer und wird aufgrund seiner Spielweise der „spanische Beckenbauer“ genannt. Die Rede ist von Barca-Youngster Gerard Pique Bernabeu.
Von Johannes RUPPRECHTER
Barcelona. Gerard Pique wurde in Barcelona geboren und lernte das Fußballspielen in „La Masia", der legendären Jugendakademie der Katalanen. Doch der 1,91-Meter große, mittlerweile 22-jährige, technisch beschlagene Pique konnte sich nicht direkt bei den „Blaugrana“ durchsetzen.
Wechsel zu ManUnited
Anders als etwa die Mittelfeld-Strategen Xavi und Iniesta musste er einen Umweg nehmen, um sich bei Barca zu etablieren. Der kopfballstarke Zentralverteidiger wechselte 2004 zu Manchester United und ging denselben Weg wie Cesc Fabregas, der ein Jahr zuvor zu Arsenal London auf die Insel wechselte.
Umweg über Saragossa
Diesen Schritt setzte er, noch bevor ihm bei Barca erstmals ein Profivertrag in Aussicht gestellt wurde. Nach zwei Jahren in der Jugend- bzw. der B-Mannschaft der Red Devills, wurde der mittlerweile dreimalige Nationalspieler an Real Saragossa ausgeliehen, um zu Spielpraxis zu gelangen. Eine Spielzeit darauf kehrte er wieder zu United zurück.
Ferguson schwärmt von Pique
Doch an den beiden Kalibern Rio Ferdinand und Nemanja Vidic gab es kein Vorbeikommen für den „spanischen Beckenbauer“. Pique brachte es gegen die damals noch übermächtige Konkurrenz auf lediglich neun Einsätze in der Premier League und drei in der Champions League. Dennoch findet ManUnited-Coach Alex Ferguson rückwirkend lobende Töne für den Spanier:
Wechsel auf die Insel nicht bereut
„Ich habe diesen Jungen immer gemocht. Er besitzt fantastische Qualitäten, aber noch viel wichtiger, er hat die nötige Entschlossenheit. Er ist ein Siegertyp und ein absoluter Profi“. Auch Pique hat den Wechsel nach England zu keiner Sekunde bereut: „Wenn Cesc und ich damals bei Barca geblieben wären, müssten wir heute noch um einen Stammplatz in der B-Elf kämpfen", sagte Pique.
Pique: „Er ist der perfekte moderne Trainer"
Nach der Rückkehr nach Katalonien kam ihm die Trainerbestellung von Pep Guardiola sehr gelegen. „Er ist der praktische Typ und er ist immer ganz nah an der Mannschaft und den Spielern dran. Er ist der perfekte moderne Trainer", schwärmt Pique über den Coach, der ihn zum Stammspieler und Leistungsträger formte.
Traum in Erfüllung gegangen
Mit der Rückkehr zu Barca und seiner aktuellen Wertigkeit in der ersten Mannschaft ging für den gebürtigen Katalanen ein Traum in Erfüllung: „Ich war mein ganzes Leben lang Fan von Barca. Es bedeutet mir ungemein viel, die Ehre meines Klubs zu verteidigen."
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