Dramatik, Spannung und ein neuer Rekord – Die brasilianische Nacht in Südafrika
Es war das Duell zwischen dem Top-Favoriten und dem Außenseiter, das Duell zwischen Brasilien und USA. Das bessere Ende im Endspiel des Confederations Cup haben die Samba-Fußballer vom Zuckerhut gehabt, doch auch die US-Boys verkauften sich in Südafrika sehr gut und betrieben gute Eigenwerbung. Die Rekordjagd der Brasilianer konnten die US-Amerikaner allerdings nicht stoppen.
Johannesburg. Die Südamerikaner aus Brasilien gingen, neben Europameister Spanien, als Favorit in das Turnier und die Titelverteidigung von vor vier Jahren wurde ebenfalls fest anvisiert. Damals siegte Brasilien im Finale gegen Argentinien, mit 4:1 in Frankfurt. Die Brasilianer sind die erfolgreichste Nation im Confederations Cup, zwei Titelgewinne (1997 und 2005), sowie ein zweiter Platz aus dem Jahr 1999 stehen auf ihrem Konto.
Neuer Rekord in der Fußballwelt
Alles andere als der Sieg beim Confederations Cup wäre bei den anspruchsvollen Brasilianern als Niederlage anzusehen, dass wussten auch die Akteure selbst vor Beginn des Turniers. Die Brasilianer hatten die Kraft in ihren Reihen, um den historischen, dritten Titelerfolg im Confederations Cup einfahren zu können – es ist ein neuer Rekord in der Fußballwelt. „Ich bin sehr glücklich, dass ich in diesem Finale spielen durfte“, erklärte der brasilianische Spielmacher Kaka nach der Partie.
0:2-Rückstand in ein 3:2 gedreht
Doch der Gegner aus den USA machte es den Samba-Fußballern im Endspiel nicht einfach. Nachdem der Außenseiter bereits zur Halbzeit mit 2:0 in Führung lag, machte sich bereits die Stimmung einer Sensation im Stadion breit. Doch eine brasilianische Nationalmannschaft darf man niemals abschreiben, so auch in diesem Endspiel: Nach dem Seitenwechsel drehte das Team von Trainer Carlos Dunga die Partie in einen 3:2-Sieg. Luis Fabiano avancierte mit zwei Treffern zum Match-Winner, den entscheidenden dritten Treffer der Brasilianer köpfte Bundesliga-Profi Lucio (FC Bayern München) über die Linie. „Der Confed-Cup war eine große Erfahrung für unser Team und auch der Weg ins Finale war einfach phänomenal. Südafrika war gut und wir haben uns gut verkauft“, so die bedrückten Worte des im Finale gesperrten Michael Bradley.
Reguläres Kaka-Tor nicht gegeben
Eine strittige Szene hatte das Spiel noch zu bieten: Nach einem Kopfball von Kaka war der Ball deutlich hinter der Linie, doch der Schiedsrichter entschied fälschlicherweise auf kein Tor. Der wichtige Ausgleichstreffer wurde den Brasilianern zum Zeitpunkt der 62. Minute nicht anerkannt. „Ich weiß nicht, ob jemand die TV-Bilder gesehen hat, ich weiß nicht ob der Ball die Linie überquerte. Es wäre für mich natürlich fantastisch gewesen, ein reguläres Tor zu erzielen und es wäre sehr wichtig für mich persönlich gewesen“, so Kaka nach dem Abpfiff. Eine Szene, die nach dem 3:2-Sieg wohl keine größeren Diskussionen mehr auslösen wird. Brasilien hat einen neuen Rekord und die US-Boys haben sich gut verkauft, der Gewinner des Abends war einmal mehr der Fußball.
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