Einzelkritik: Die USA in Noten
Mit dem dritten Streich im Turnier wollten sich die US-Boys den Confed-Cup sichern. Goal.com nahm den Fast-Turniersieger genauer unter die Lupe und bewertete die Mannschaft aus den Vereinigten Staaten.
(nr) Johannesburg. Nach Italien und Spanien haben die USA auch Brasilien um ein Haar ein Bein gestellt, im Finale um den Confederations Cup 2009 den Titel aber doch nicht in die Staaten geholt. Das Team USA in der Einzelkritik von 1 wie „Arbeitsverweigerung“ bis 10 wie „Weltklasse“.
Tim HOWARD – Note: 7
Tolle Paraden im ersten Durchgang, machtlos indes beim 1:2. Kam bei Kakas 2:2 zu spät, doch hatte Glück, dass dieses Tor nicht anerkannt wurde. Die Turbulenzen vor dem Ausgleich konnte er nicht bereinigen. Ebenso wenig wie das Siegtor.
Carlos BOCANEGRA – Note: 6.5
Vorbildlicher, gut aufgelegter Kapitän, der in der Defensive im zweiten Abschnitt Schwerstarbeit verrichtete, doch über links kaum jemanden durchkommen ließ.
Jay DEMERIT – Note: 5
Ein Mal nicht im Bilde, als er Luis Fabiano bei dessen 1:2 gewähren ließ. Ansonsten eine mehr als solide Leistung, die jedoch durch Fabianos zweites Tor getrübt wurde.
Oguchi ONYEWU – Note: 6
In der Innenverteidigung eine Bank für die US-Boys. Verlor aber in der Schlussphase wie alle seine Mitspieler Kraft und Übersicht.
Jonathan SPECTOR – Note: 4
Schwachpunkt in der Viererkette, hatte mit Maicon gleich mehrfach mehr Mühe, als ihm lieb sein durfte. Dafür tolle Flanke zum 1:0.
Benny FEILHABER (bis zur 74. Minute) – Note: 6.5
Der Schattenmann von Kaka. Löste seine Sonderaufgabe bis zur Auswechslung mit Bravour und kaum ohne Fehler. Ganz kann man einen Kaka eben nicht ausschalten, was das (aberkannte) 2:2 bewies.
Ricardo CLARK (bis zur 87. Minute) – Note: 5
Beschränkte sich auf Defensivarbeit, die er ruhig und abgeklärt verrichtete. Insgesamt unauffällig.
Clint DEMPSEY – Note: 6
Sein drittes Turniertor leitete die mögliche Überraschung. Eiskalt bei seiner einzigen echten Torgelegenheit. Danach zu wenig.
Landon DONOVAN – Note: 7
Immer und überall unterwegs, teilweise gefährliche Standards. Zudem effektiv in der Chancenauswertung. Das 2:0 war Extraklasse verwandelt.
Jozy ALTIDORE (bis zur 74. Minute) – Note: 3
Schwächster US-Boy, der sich in vorderster Front zermürbte.
Charlie DAVIES – Note: 6
Sehr gute Übersicht vorm 2:0. Ansonsten mit hohem Laufpensum, aber wenigen Höhepunkten vor Brasiliens Gehäuse.
Jonathan BORNSTEIN (ab der 75. Minute) – nicht zu benoten
Löste den glücklosen Altidore ab. Nicht mehr auffällig.
Sacha KLJESTAN (ab der 75. Minute) – nicht zu benoten
Kam für den völlig entkräfteten Benny Feilhaber, als Brasiliens Druck immer stärker wurde. Konnte jedoch diesem ebenso nicht standhalten.
Conor CASEY (ab der 88. Minute) – nicht zu benoten
Schnupperte noch kurz Finalluft.
Eure Meinung: Welche US-Boys habt ihr stark, welche schwächer gesehen?
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