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Spielbericht Confederations Cup: Südafrika – Spanien
Der Europameister hat sich den dritten Platz beim Confed-Cup gesichert. In einem seltsamen Spiel setzte er sich nach Verlängerung gegen den Gastgeber durch.
Von Daniel BUSE
Rustenburg.Spanien hat das Spiel um den dritten Platz beim Confederations Cup mit 3:2 (2:2, 0:0) nach Verlängerung gegen Südafrika. Viel Langeweile und auf einmal viel Action - so verlief das Duell, das durch ein Freistoßtor von Xabi Alonso entschieden wurde.
PERSONAL & TAKTIK
Bei den Gastgebern gab es nur eine Veränderung im Vergleich zum Halbfinale gegen Brasilien: Für Benson Mhlongo rückte MacBeth Sibaya in die Mannschaft. Der spanische Trainer Vicente del Bosque ließ Xavi und Cesc Fabregas draußen und brachte dafür im Mittelfeld Sergi Busquets und Albert Riera.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Ein langweiliges Spiel in der ersten Halbzeit. Nur ganz wenige Höhepunkte bekamen die Zuschauer zu sehen. Die größte Chance des Durchgangs ereignete sich schon nach 5 Minuten: Einen Schlenzer von David Villa holte Südafrikas Torwart Itumeleng Khune mit einer tollen Parade noch aus dem Winkel.
Danach bemühten sich die Südafrikaner zwar, nach vorne gefährlich zu werden, doch außer zwei Chancen für den langen Innenverteidiger Matthew Booth (14., 32.) kam nichts dabei herum. Das Spiel der Spanier, die noch eine Möglichkeit durch Albert Riera hatten (36.), litt unter den vielen Fehlern im Spielaufbau.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Das Spiel wurde nach der Pause zunächst nicht besser. Spanien übernahm das Kommando und machte ein Tor durch Sergi Busquets, das zu Unrecht aberkannt wurde (48.). Mitten in einer langweiligen Phase gingen die Südafrikaner ganz überraschend mit 1:0 in Führung: Eine Flanke von der linken Seite von Siphiwe Tshabalala verwertete in der Mitte Katlego Mphela zur Führung für die Hausherren (73.).
Viel interessanter wurde das Spiel auch durch das Tor nicht – bis zur 88. Minute. Und dann ging es richtig rund: Erst machte Daniel Güiza das 1:1. Er nahm eine Hereingabe von Santi Cazorla mit der Brust an und traf flach aus 12 Metern. Eine Minute später klingelte es schon wieder. Es war wieder Güiza, der mit einer verunglückten Flanke (oder einem platzierten Schuss – je nach Sichtweise) vom Strafraumeck das 2:1 für Spanien machte (89.).
Und als schon einige Zuschauer auf dem Weg nach Hause waren, gelang Südafrika doch noch der ganz späte Ausgleich: Mphela hämmerte einen Freistoß aus 28 Metern sehenswert zum 2:2 in den Winkel (90.+3).
SPIELVERLAUF VERLÄNGERUNG
Die ersten beiden Möglichkeiten der Verlängerung gehörten den Südafrikanern. Spaniens Torwart Iker Casillas rettete zweimal gut gegen Mphela (98.) und Parker (103.). Die Entscheidung fiel schließlich durch einen Freistoß von der linken Seite von Xabi Alonso, der an allen Spielern vorbei flog und am langen Pfosten zum 3:2 einschlug (107.).
Danach geriet die spanische Führung nicht mehr ernsthaft in Gefahr und der Europameister sicherte sich den dritten Platz beim Confed-Cup.
SCHLÜSSELSPIELER
Katlego Mphela und Daniel Güiza waren mit ihren Doppelpacks dafür verantwortlich, dass es von der schwachen Partie in Rustenburg doch noch etwas Spektakuläres zu berichten gab. Beiden gelang ein Traumtor – auch, wenn das von Güiza zum 2:1 nicht gerade geplant aussah.
SCHLÜSSELSZENE
Das 3:2 von Xabi Alonso entschied in der Verlängerung das Spiel. Seinen Freistoß aus halblinker Position verpassten in der Mitte Fernando Llorente und Mattew Booth und der Ball schlug im langen Eck ein (107.). Auf dieses Tor wusste Südafrika keine Antwort mehr.
SPIELER DES SPIELS: Daniel GÜIZA
Aufgrund des Siegs der Spanier ist Daniel Güiza der Spieler des Spiels. Hätte Südafrika gewonnen, wäre der Titel an Katlego Mphela gegangen, doch bei diesem Endergebnis war Güiza der entscheidende Mann. Als Einwechselspieler drehte er mit zwei Toren kurz vor Schluss die Partie und war als robuster Angreifer nur schwer durch die südafrikanische Deckung vom Ball zu trennen.
FAZIT
Am Ende setzte sich mit Spanien die bessere Mannschaft durch, die allerdings auch keinen guten Tag erwischt hatte. Südafrika hatte in der zweiten Halbzeit Glück, dass es aus zwei Schüssen zwei Tore machen konnte, aber nach dem 2:3 mussten sich die Gastgeber geschlagen geben. Spanien wird froh sein, dass das Turnier endlich vorbei ist.
SCHIEDSRICHTER: Matthew BREEZE (Australien)
Hatte wenig Mühe mit der eigentlich fairen Partie. Zog in der zweiten Halbzeit zu viele gelbe Karten, um seine Linie durchziehen zu können. Hätte den Spaniern einen Handelfmeter geben müssen. Note: 5.
SPIELNOTE
Bei all der Aufregung in den letzten Minuten der regulären Spielzeit darf man nicht vergessen, dass die ersten 88 Minuten kein Hingucker waren. Bemühte Gastgeber und müde Spanier spielten sich reihenweise Fehlpässe zu. Erst mit dem 1:1 ging es rund – und nach dem 3:2 war auf einmal alles vorbei. Note: 4.
Anmerkung: die Noten reichen von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse)
STATISTIK
Ort: Royal Bakofeng Stadium in Rustenburg
Anstoß: 28. Juni 2009, 15.00 Uhr MESZ
Eure Meinung: Was sagt ihr zum Spiel um den 3. Platz?
Rustenburg.Spanien hat das Spiel um den dritten Platz beim Confederations Cup mit 3:2 (2:2, 0:0) nach Verlängerung gegen Südafrika. Viel Langeweile und auf einmal viel Action - so verlief das Duell, das durch ein Freistoßtor von Xabi Alonso entschieden wurde.
PERSONAL & TAKTIK
Bei den Gastgebern gab es nur eine Veränderung im Vergleich zum Halbfinale gegen Brasilien: Für Benson Mhlongo rückte MacBeth Sibaya in die Mannschaft. Der spanische Trainer Vicente del Bosque ließ Xavi und Cesc Fabregas draußen und brachte dafür im Mittelfeld Sergi Busquets und Albert Riera.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Ein langweiliges Spiel in der ersten Halbzeit. Nur ganz wenige Höhepunkte bekamen die Zuschauer zu sehen. Die größte Chance des Durchgangs ereignete sich schon nach 5 Minuten: Einen Schlenzer von David Villa holte Südafrikas Torwart Itumeleng Khune mit einer tollen Parade noch aus dem Winkel.
Danach bemühten sich die Südafrikaner zwar, nach vorne gefährlich zu werden, doch außer zwei Chancen für den langen Innenverteidiger Matthew Booth (14., 32.) kam nichts dabei herum. Das Spiel der Spanier, die noch eine Möglichkeit durch Albert Riera hatten (36.), litt unter den vielen Fehlern im Spielaufbau.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Das Spiel wurde nach der Pause zunächst nicht besser. Spanien übernahm das Kommando und machte ein Tor durch Sergi Busquets, das zu Unrecht aberkannt wurde (48.). Mitten in einer langweiligen Phase gingen die Südafrikaner ganz überraschend mit 1:0 in Führung: Eine Flanke von der linken Seite von Siphiwe Tshabalala verwertete in der Mitte Katlego Mphela zur Führung für die Hausherren (73.).
Viel interessanter wurde das Spiel auch durch das Tor nicht – bis zur 88. Minute. Und dann ging es richtig rund: Erst machte Daniel Güiza das 1:1. Er nahm eine Hereingabe von Santi Cazorla mit der Brust an und traf flach aus 12 Metern. Eine Minute später klingelte es schon wieder. Es war wieder Güiza, der mit einer verunglückten Flanke (oder einem platzierten Schuss – je nach Sichtweise) vom Strafraumeck das 2:1 für Spanien machte (89.).
Und als schon einige Zuschauer auf dem Weg nach Hause waren, gelang Südafrika doch noch der ganz späte Ausgleich: Mphela hämmerte einen Freistoß aus 28 Metern sehenswert zum 2:2 in den Winkel (90.+3).
SPIELVERLAUF VERLÄNGERUNG
Die ersten beiden Möglichkeiten der Verlängerung gehörten den Südafrikanern. Spaniens Torwart Iker Casillas rettete zweimal gut gegen Mphela (98.) und Parker (103.). Die Entscheidung fiel schließlich durch einen Freistoß von der linken Seite von Xabi Alonso, der an allen Spielern vorbei flog und am langen Pfosten zum 3:2 einschlug (107.).
Danach geriet die spanische Führung nicht mehr ernsthaft in Gefahr und der Europameister sicherte sich den dritten Platz beim Confed-Cup.
SCHLÜSSELSPIELER
Katlego Mphela und Daniel Güiza waren mit ihren Doppelpacks dafür verantwortlich, dass es von der schwachen Partie in Rustenburg doch noch etwas Spektakuläres zu berichten gab. Beiden gelang ein Traumtor – auch, wenn das von Güiza zum 2:1 nicht gerade geplant aussah.
SCHLÜSSELSZENE
Das 3:2 von Xabi Alonso entschied in der Verlängerung das Spiel. Seinen Freistoß aus halblinker Position verpassten in der Mitte Fernando Llorente und Mattew Booth und der Ball schlug im langen Eck ein (107.). Auf dieses Tor wusste Südafrika keine Antwort mehr.
SPIELER DES SPIELS: Daniel GÜIZA
Aufgrund des Siegs der Spanier ist Daniel Güiza der Spieler des Spiels. Hätte Südafrika gewonnen, wäre der Titel an Katlego Mphela gegangen, doch bei diesem Endergebnis war Güiza der entscheidende Mann. Als Einwechselspieler drehte er mit zwei Toren kurz vor Schluss die Partie und war als robuster Angreifer nur schwer durch die südafrikanische Deckung vom Ball zu trennen.
FAZIT
Am Ende setzte sich mit Spanien die bessere Mannschaft durch, die allerdings auch keinen guten Tag erwischt hatte. Südafrika hatte in der zweiten Halbzeit Glück, dass es aus zwei Schüssen zwei Tore machen konnte, aber nach dem 2:3 mussten sich die Gastgeber geschlagen geben. Spanien wird froh sein, dass das Turnier endlich vorbei ist.
SCHIEDSRICHTER: Matthew BREEZE (Australien)
Hatte wenig Mühe mit der eigentlich fairen Partie. Zog in der zweiten Halbzeit zu viele gelbe Karten, um seine Linie durchziehen zu können. Hätte den Spaniern einen Handelfmeter geben müssen. Note: 5.
SPIELNOTE
Bei all der Aufregung in den letzten Minuten der regulären Spielzeit darf man nicht vergessen, dass die ersten 88 Minuten kein Hingucker waren. Bemühte Gastgeber und müde Spanier spielten sich reihenweise Fehlpässe zu. Erst mit dem 1:1 ging es rund – und nach dem 3:2 war auf einmal alles vorbei. Note: 4.
Anmerkung: die Noten reichen von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse)
STATISTIK
Ort: Royal Bakofeng Stadium in Rustenburg
Anstoß: 28. Juni 2009, 15.00 Uhr MESZ
Eure Meinung: Was sagt ihr zum Spiel um den 3. Platz?
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