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Spielbericht Confederations Cup: USA – Italien
Kurzzeitig sah es so aus, als könne die USA gegen Italien für eine kleine Sensation sorgen. Landon Donovan brachte die Amerikaner per Elfmeter in Führung, doch nach dem Seitenwechsel wurde die „Squadra Azzurra“ ihrer Favoritenrolle gerecht und drehte das Spiel in Überzahl zu einem glanzlosen, aber insgesamt verdienten Auftaktsieg.
Von Thomas BAUER
Pretoria. Italien das das Auftakstpiel im Confederations Cup gegen die USA mit 3:1 (0:1) gewonnen. Landon Donovan hatte die US-Boys in der ersten Halbzeit in Führung gebracht, doch nach dem Seitenwechsel rächte sich der frühe Ausschluss von Ricaro Clark. Daniele de Rossi und zwei Tore von Giuseppe Rossi sorgten für die Wende in der Partie und drei Punkte in der schwierigen Gruppe.
PERSONAL & TAKTIK
Keine großen Überraschungen bot die Aufstellung der Italiener, die mit Camoranesi, Gilardino und Iaquinta in der Offensive spielten. Bayern-Stürmer Luca Toni saß auf der Bank. Das Mittelfeld bildeten Gattuso, Pirlo, De Rossi, wobei die Angriffe zunächst fast ausschließlich über die linke Seite stattfanden. In der Abwehr musste der Weltmeister auf Kapitän Fabio Cannavaro verzichten und so standen Grosso, Chiellini, Legrottaglie und Zambrotta in der Viererkette.
Auf der Gegenseite wählte Trainer Bob Bradley eine offensive Aufstellung mit Dempsey, Donovan und Altidore im Sturm. Im Mittelfeld war Michael Bradley von Borussia Mönchengladbach zu finden, unterstützt durch Feilhaber und Clark.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Die Italiener starteten offensiv und druckvoll in die Partie, doch die ersten gefährlichen Torchancen ließen lange auf sich warten. Gilardino probierte es zunächst aus der Distanz, bereitete Keeper Howard aber keine Probleme. Die Riesenchance zur Führung hatte Verteidger Legrottaglie, der per Kopf das Tor allerdings knapp verfehlte. Die US-Boys mussten nun reagieren und verzeichneten gute Möglichkeiten durch Bradley und Altidore, beide vergaben vor dem Tor aber leichtfertig. Aufregung herrschte nach etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit, denn Clark (33.) sah nach einem bösen Foul gegen Gattuso die Rote Karte – eine sehr harte, aber vertretbare Entscheidung. In der 39. Minute blieb den amerikanischen Fans kurz das Herz stehen, als Bornstein einen Pass von De Rossi ins eigene Tor ablenkte – zuvor pfiff der Linienrichter aber bereits wegen Abseits ab. Lange mussten die trötenden Fans in Pretoria auf das erste Tor warten, kurz vor dem Pausenpfiff war es dann aber soweit. Nach Foul von Chiellini gegen Altidore zeigte Schiedsrichter Pozo auf den Elfmeterpunkt und Landon Donovan (41.) verwertete zum 1:0. Wenige Minuten später sorgte Bradley beinahe für den zweiten US-Treffer, Buffon parierte den Weitschuss des Gladbachers aber noch mit Müh und Not.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Auch nach dem Seitenwechsel schenkten sich die beiden Teams nichts. Viele Zweikämpfe und Unterbrechungen prägten die Partie, die trotz der Unterzahl der Amerikaner völlig ausgeglichen war – selten hatte man das Gefühl, die Italiener würden aus dem Powerplay Kapital schlagen. Trainer Marcelo Lippi reagierte und brachte in einem Doppeltausch Montolivo und Rossi für Camoranesi und Gattuso ins Spiel, um die rechte Seite zu stärken. Ein genialer Wechsel, denn gleich bei seinem ersten Angriffszug sorgte Rossi (59.) für den Ausgleich. Mit einem platzierten Schuss ließ er US-Keeper Howard keine Chance. Die „Squadra Azzurra“ erhöhte infolge den Druck und ein weiterer Treffer lag in der Luft. Von den Amerikaner war in der Offensive nur noch wenig zu sehen, zu sehr war die Bradley-Elf mit dem Verteidigen beschäftigt. Verdient war daher das sehenswerte 2:1 durch De Rossi (72.), der für die Vorentscheidung im Spiel sorgte. Der favorisierte Weltmeister hatte keine Probleme, das Resultat bis zu halten, daran änderten auch die letzten Versuche einer amerikanischen Schlussoffensive nichts. Und statt dem Ausgleich fiel wenige Sekunden vor dem Abpfiff nicht der Ausgleichstreffer, sondern das wunderschöne 3:1 von Rossi (90.+4), der nach Vorlage von Pirlo mühelos Howard bezwang.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei den Italienern rackerte Gattuso in seiner gewohnten Art und Weise, offensiv passierte allerdings zu wenig. Diese Rolle übernahm einmal mehr Pirlo, der sich aber nicht in Höchstform präsentierte. Und so war es schlussendlich Rossi, der den großen Unterschied an diesem Abend machte. Auf der Gegenseite war Oguchi Onyewu der beste Mann am Platz, offensiv zeigten Jozy Altidore und Landon Donovan eine gute Leistung – schlussendlich aber nicht gut genug für einen Punkt.
SCHLÜSSELSZENE
Was wäre wenn…? Auch wenn diese Frage in der Regel schwierig zu beantworten ist, so wäre es doch interessant, wie viel Einfluss der Ausschluss von Clark nach rund einer halben Stunde tatsächlich hatte. Der Mittelfeldspieler wurde nach einem bösen Foul gegen Gattuso von Schiedsrichter Pozo vom Platz geschickt – die Schlüsselszene in der Partie.
SPIELER DES SPIELS: Giuseppe Rossi
Die Einwechslung von Giuseppe Rossi war entscheidend für die Partie. Der italienische Stürmer benötigte gerade einmal eine Minute am Feld, um den Ausgleich zu erzielen und durfte sich dank eines Treffer in letzter Sekunde gegen die USA sogar über einen Doppelpack freuen. Eine ganz starke Leistung von Rossi, der alle anderen Offensivspieler diesmal in den Schatten stellte.
FAZIT
Die Amerikaner bewiesen, dass sie bei diesem Turnier keinesfalls unterschätzt werden dürfen, denn vor allem offensiv zeigt die Elf von Trainer Bob Bradley viel Mut und Kampfgeist. Gegen Italien mussten die US-Boys lange Zeit in Unterzahl spielen und das kann gegen den Weltmeister nun einmal ins Auge gehen. In der Verteidigung wird sich die „Squadra Azzurra“ für die nächsten Partien verbessern müssen.
SPIELNOTE: 3 – Nach einem sehr schwachen Start machte das Tor von Landon Donovan die Partie richtig spannend, wenngleich die ganz großen Torchancen nicht im Überfluss vorhanden waren. Mehr als befriedigend war das nicht.
SCHIEDSRICHTER: Pablo Pozo (Chile)
SPIELSTATISTIK:
Stadion: Loftus-Versfeld Stadion in Pretoria
Aufstellungen
Noten: USA
Noten: Italien (folgen in Kürze)
Schüsse insgesamt: 10:22
Ecken: 1:9
Eure Meinung: Wie habt Ihr das Spiel gesehen?
Pretoria. Italien das das Auftakstpiel im Confederations Cup gegen die USA mit 3:1 (0:1) gewonnen. Landon Donovan hatte die US-Boys in der ersten Halbzeit in Führung gebracht, doch nach dem Seitenwechsel rächte sich der frühe Ausschluss von Ricaro Clark. Daniele de Rossi und zwei Tore von Giuseppe Rossi sorgten für die Wende in der Partie und drei Punkte in der schwierigen Gruppe.
PERSONAL & TAKTIK
Keine großen Überraschungen bot die Aufstellung der Italiener, die mit Camoranesi, Gilardino und Iaquinta in der Offensive spielten. Bayern-Stürmer Luca Toni saß auf der Bank. Das Mittelfeld bildeten Gattuso, Pirlo, De Rossi, wobei die Angriffe zunächst fast ausschließlich über die linke Seite stattfanden. In der Abwehr musste der Weltmeister auf Kapitän Fabio Cannavaro verzichten und so standen Grosso, Chiellini, Legrottaglie und Zambrotta in der Viererkette.
Auf der Gegenseite wählte Trainer Bob Bradley eine offensive Aufstellung mit Dempsey, Donovan und Altidore im Sturm. Im Mittelfeld war Michael Bradley von Borussia Mönchengladbach zu finden, unterstützt durch Feilhaber und Clark.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Die Italiener starteten offensiv und druckvoll in die Partie, doch die ersten gefährlichen Torchancen ließen lange auf sich warten. Gilardino probierte es zunächst aus der Distanz, bereitete Keeper Howard aber keine Probleme. Die Riesenchance zur Führung hatte Verteidger Legrottaglie, der per Kopf das Tor allerdings knapp verfehlte. Die US-Boys mussten nun reagieren und verzeichneten gute Möglichkeiten durch Bradley und Altidore, beide vergaben vor dem Tor aber leichtfertig. Aufregung herrschte nach etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit, denn Clark (33.) sah nach einem bösen Foul gegen Gattuso die Rote Karte – eine sehr harte, aber vertretbare Entscheidung. In der 39. Minute blieb den amerikanischen Fans kurz das Herz stehen, als Bornstein einen Pass von De Rossi ins eigene Tor ablenkte – zuvor pfiff der Linienrichter aber bereits wegen Abseits ab. Lange mussten die trötenden Fans in Pretoria auf das erste Tor warten, kurz vor dem Pausenpfiff war es dann aber soweit. Nach Foul von Chiellini gegen Altidore zeigte Schiedsrichter Pozo auf den Elfmeterpunkt und Landon Donovan (41.) verwertete zum 1:0. Wenige Minuten später sorgte Bradley beinahe für den zweiten US-Treffer, Buffon parierte den Weitschuss des Gladbachers aber noch mit Müh und Not.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Auch nach dem Seitenwechsel schenkten sich die beiden Teams nichts. Viele Zweikämpfe und Unterbrechungen prägten die Partie, die trotz der Unterzahl der Amerikaner völlig ausgeglichen war – selten hatte man das Gefühl, die Italiener würden aus dem Powerplay Kapital schlagen. Trainer Marcelo Lippi reagierte und brachte in einem Doppeltausch Montolivo und Rossi für Camoranesi und Gattuso ins Spiel, um die rechte Seite zu stärken. Ein genialer Wechsel, denn gleich bei seinem ersten Angriffszug sorgte Rossi (59.) für den Ausgleich. Mit einem platzierten Schuss ließ er US-Keeper Howard keine Chance. Die „Squadra Azzurra“ erhöhte infolge den Druck und ein weiterer Treffer lag in der Luft. Von den Amerikaner war in der Offensive nur noch wenig zu sehen, zu sehr war die Bradley-Elf mit dem Verteidigen beschäftigt. Verdient war daher das sehenswerte 2:1 durch De Rossi (72.), der für die Vorentscheidung im Spiel sorgte. Der favorisierte Weltmeister hatte keine Probleme, das Resultat bis zu halten, daran änderten auch die letzten Versuche einer amerikanischen Schlussoffensive nichts. Und statt dem Ausgleich fiel wenige Sekunden vor dem Abpfiff nicht der Ausgleichstreffer, sondern das wunderschöne 3:1 von Rossi (90.+4), der nach Vorlage von Pirlo mühelos Howard bezwang.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei den Italienern rackerte Gattuso in seiner gewohnten Art und Weise, offensiv passierte allerdings zu wenig. Diese Rolle übernahm einmal mehr Pirlo, der sich aber nicht in Höchstform präsentierte. Und so war es schlussendlich Rossi, der den großen Unterschied an diesem Abend machte. Auf der Gegenseite war Oguchi Onyewu der beste Mann am Platz, offensiv zeigten Jozy Altidore und Landon Donovan eine gute Leistung – schlussendlich aber nicht gut genug für einen Punkt.
SCHLÜSSELSZENE
Was wäre wenn…? Auch wenn diese Frage in der Regel schwierig zu beantworten ist, so wäre es doch interessant, wie viel Einfluss der Ausschluss von Clark nach rund einer halben Stunde tatsächlich hatte. Der Mittelfeldspieler wurde nach einem bösen Foul gegen Gattuso von Schiedsrichter Pozo vom Platz geschickt – die Schlüsselszene in der Partie.
SPIELER DES SPIELS: Giuseppe Rossi
Die Einwechslung von Giuseppe Rossi war entscheidend für die Partie. Der italienische Stürmer benötigte gerade einmal eine Minute am Feld, um den Ausgleich zu erzielen und durfte sich dank eines Treffer in letzter Sekunde gegen die USA sogar über einen Doppelpack freuen. Eine ganz starke Leistung von Rossi, der alle anderen Offensivspieler diesmal in den Schatten stellte.
FAZIT
Die Amerikaner bewiesen, dass sie bei diesem Turnier keinesfalls unterschätzt werden dürfen, denn vor allem offensiv zeigt die Elf von Trainer Bob Bradley viel Mut und Kampfgeist. Gegen Italien mussten die US-Boys lange Zeit in Unterzahl spielen und das kann gegen den Weltmeister nun einmal ins Auge gehen. In der Verteidigung wird sich die „Squadra Azzurra“ für die nächsten Partien verbessern müssen.
SPIELNOTE: 3 – Nach einem sehr schwachen Start machte das Tor von Landon Donovan die Partie richtig spannend, wenngleich die ganz großen Torchancen nicht im Überfluss vorhanden waren. Mehr als befriedigend war das nicht.
SCHIEDSRICHTER: Pablo Pozo (Chile)
SPIELSTATISTIK:
Stadion: Loftus-Versfeld Stadion in Pretoria
Aufstellungen
Noten: USA
Noten: Italien (folgen in Kürze)
Schüsse insgesamt: 10:22
Ecken: 1:9
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Italien - Russland
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Italien 2-0 Russland
- 21.29 %
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Italien 2-1 Russland
- 15.39 %
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Italien 1-0 Russland
- 8.75 %
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