Spielbericht Confederations Cup: Südafrika – Irak

Für die Fans war es sicherlich nicht das absolut Beste, was je im Fußball gesehen wurde. Am Ende trennten sich der Irak und Südafrika mit einem torlosen Unentschieden, das keinem so richtig weiterhilft. Vor allem für Südafrika wäre mehr möglich gewesen, zumal sie sich am Ende selbst die Tore klauten.

2009 FIFA Confederations Cup: Siboniso Gaxa - Younia Mahmoud (PA)
Von Dennis WEINACHT

Johannesburg. Der Abpfiff war für viele wie eine Erlösung. Derart schwach war das Spiel zwischen Südafrika und dem Irak über weite Strecken. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis, dass sich beide Teams noch spielerisch steigern müssen.

Personal & Taktik

Überraschend für viele war Steven Pienaar zu Beginn nicht in der Mannschaft Südafrikas zu finden. Er war am Knöchel verletzt und war deshalb nicht für einen Einsatz über 90 Minuten bereit. Im Sturm sollten die beiden Spieler Bernard Parker und Thembinkosi Fanteni den nicht nominierten Top-Torjäger McCarthy ersetzen. Beim Irak gab es keine größeren Überraschungen im Team, die Mannschaft wollte auch taktisch zunächst in der Defensive überzeugen und sicher stehen.

Spielverlauf: 1. Hälfte

Im ersten Durchgang wollte sorecht nichts gelingen. Beide Mannschaften spielten auf sehr niedrigem Niveau und Torchancen waren absolute Mangelware. Im kompletten ersten Durchgang gab es nicht eine nennenswerte Möglichkeit zu sehen. Die Offensivreichen fanden überhaupt keine Mittel und auch spielerisch war das mehr als dürftig. Die Fans gingen im ersten Durchgang aber noch sehr lautstark mit, hofften auf einen besseren zweiten Abschnitt. Das war ihnen auch nur zu wünschen. Denn noch einmal solche 45 Minuten wären zu viel des Guten gewesen.

Spielverlauf: 2. Hälfte

Auch im zweiten Durchgang ging es zunächst sehr ähnlich weiter. Bis zur 60. Minuten geschah nicht sonderlich viel, dann aber wurde Südafrika forscher und spielte bemühter nach vorne. Nach 73 Minuten (!) gab es dann auch die erste gute Chance, als der ansonsten schwache Modise einen Eckball auf dem Kopf von Fanteni platzierte, dieser aber das Gehäuse nicht traf. Der Keeper war voreilig aus dem Tor gelaufen, hätte keine Chance mehr gehabt. Die nächste Torchance sollte dann bis zur 81. Minute auf sich warten lassen. Dann zog Parker aus zwölf Metern ab, aber Schlussmann Gassid war dieses Mal zur Stelle. Zuvor hatte schon der eingewechselte Mashego frei auf den Keeper zulaufend die Chance vergeben (79.). Die beste Möglichkeit sollte aber noch bis zum bitteren Ende auf sich warten lassen: Torhüter Gassid unterlief eine Flanke fahrlässig. So köpfte Dikgacoi aufs leere Tor. Der Ball trudelte auf die Torlinie zu, war schon sicher im Netz. Dann kam aber Parker, der bekanntlich ebenfalls für Südafrika spielt, und klaute seinem Mitspieler das Tor. Mit der hacke lenkte er den Ball nochmals von der Linie, so dass der Irak klären konnte (85.). Es war die letzte Chance der Partie.

Fazit:

Insgesamt hätte Südafrika den Sieg absolut verdient gehabt. Die Mannschaft hatte die besseren Chancen, aber der Irak hielt durch einen bedingungslosen Einsatz dagegen und wusste durchaus auch zu gefallen. Die Mannschaft war zumindest taktisch gut eingestellt und versuchte kompakt zu stehen. Nach vorne ging aber reichlich wenig, was aber bereits vor der Partie zu erwarten war. Für die Gastgeber ist das Unentschieden zu wenig.

Spieler des Spiels: Die Fans

Einen Spieler hervorzuheben wäre nicht sinnvoll, dafür waren die Akteure zu schwach, was das fußballerische betrifft. Sensationell waren hingegen die Fans. [zum Bericht]

Schiedsrichter: Jorge Larrionda (Uruguay)

Spielnote: 5, erst in den letzten Minuten wurde die Partie etwas besser. Ansonsten gab es kaum Tormöglichkeiten und prickelnde Szenen. Das kann im Verlaufe des Turniers nur noch besser werden.

Spielstatistik:

Aufstellungen

Noten: Südafrika

Noten: Irak



 
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