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Vorschau Confederations Cup: Südafrika – Irak
Am Sonntag beginnt um 16 Uhr die große Generalprobe zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Zunächst muss sich das Land beim Confederations Cup auszeichnen und als guter Gastgeber präsentieren. Dabei treten die Hausherren aus Südafrika in der Gruppe A auf den Irak. Für den weiteren Verlauf des Turniers wird dies gleich ein richtungsweisendes Duell.
Von Dennis WEINACHT
Johannesburg. In Johannesburg wird der Confederations Cup am Sonntag um 16 Uhr eröffnet. Ab dann läuft der letzte Countdown zur Weltmeisterschaft 2010. Die Nationalteams müssen sich im kleineren Kreise nochmals messen. Den Anfang im Eröffnungsspiel machen Gastgeber Südafrika und der Irak.
PERSONAL & TAKTIK
Trainer Joel Santana wird seine Spieler wie immer mit der notwendigen Mischung aus Offensive und Defensive auf das Feld schicken. In der Defensive stand Südafrika in der Vergangenheit immer wieder schwach. Dort hat sich aber mittlerweile eine gewisse Konstanz eingefunden. Im Mittelfeld sind die Mitspieler auf die Kreativität von Steven Pienaar und Elrio van Herden angewiesen. Im Angriff ist die Mannschaft zu einem großen Teil von Rekordtorschütze Benni McCarthy abhängig, der aber nicht in den Kader berufen wurde. Deshalb werden wohl Thembinkosi Fanteni und Bernard Parker von Beginn an stürmen. Einige Entscheidung wird Trainer Santana erst kurzfristig treffen.
Auf der Gegenseite setzt Trainer Bora Milutinovic stark auf das irakische Kollektiv. Er kann nicht direkt auf versierte Einzelspieler zurückgreifen. Allerdings gibt es auch in diesem Team durchaus ambitionierte Akteure, die das Turnier als Schaulaufen ansehen werden. Auch Milutinovic lässt sich vor dem Duell nicht wirklich in die Karten schauen. Jedoch ist zu vermuten, dass er mehr Wert auf eine geordnete Defensive legen wird, als sein Gegenüber Joel Santana. Der Irak wird versuchen, aus einer sicheren Abwehr heraus zu kontern.
FORMKURVE & AUSGANGSLAGE
Es ist schwer in diesem Spiel einen Favoriten auszumachen, wenn man die Spieler betrachtet. Jedoch geht der Irak zunächst als Außenseiter in die Begegnung. Denn die Südafrikaner waren zuletzt bedeutend besser in Form. Sieben ihrer letzten zehn Freundschaftsspiele konnten gewonnen werden. Dabei gab es auch Siege gegen Mannschaften wie Polen, Norwegen und Kamerun. Vor allem die Formkurve in der Defensive zeigt nach oben. Selbst gegen Portugal wirkte die Mannschaft sehr kompakt, wenngleich es am Ende eine 0:2-Niederlage setzte.
Der Irak kann sich über die jüngere Vergangenheit weniger freuen. Seit neun Spielen ist die Mannschaft nun schon ohne Sieg. Besonders enttäuschend war dabei die 0:4-Niederlage gegen den Oman. Auch gegen den Bahrain setzte es eine klare 1:3-Niederlage. An der Weltmeisterschaft wird der Irak nicht mehr teilnehmen können. Das steht bereits fest.
DER DIREKTE VERGLEICH
Die beiden Mannschaften spielten zuvor nie gegeneinander.
DIE SCHLÜSSELSPIELER
Besonders wichtig werden in diesem Duell die beiden Angriffsreihen sein. Auf Seiten von Südafrika wäre das McCarthy gewesen, der aber nicht im Kader steht. Wenn er den Ball hat, wird es in aller Regel ganz gefährlich für die gegnerischen Torhüter. Es wird wichtig sein, ob Thembinkosi Fanteni und Bernard Parker ihn ersetzen können. In diesem Spiel wird der Kampf wohl im Vordergrund stehen. Auch deshalb wird ein Tor-Instinkt unbedingt benötigt werden.
Auf der anderen Seite muss Stürmer Yunis Mahmud dieser Rolle gerecht werden. Er gilt als der Schlüsselspieler im Team der Iraker und wurde zuletzt nicht gerade von den Pässen seiner Mitspieler verwöhnt. Das soll nun besser werden. Denn zumindest beim Confederations Cup wollen die Iraker eine gute Figur abgeben.
DAS DUELL DES SPIELS
Das Duell des Spiels wird in diesem Fall zwischen den beiden Spielmacher Steven Pienaar (Südafrika) und Nashat Akram (Irak) steigen. Die beiden Offensivspezialisten wollen sich mit ihrer spielerischen Klasse in den Vordergrund spielen und die eigenen Angreifer in der Rolle der Spielmacher mit genügend Futter ausstatten. Das wird sicherlich nicht allzu einfach werden, aber in jedem Fall sind die fußballerischen Qualitäten ausreichend vorhanden.
Derzeit hat Pienaar noch leicht die Nase vorne. Nach seinem Wechsel zum FC Everton wurde er wieder zur festen Größe im Mittelfeld seiner Delegation. Mit ihm kam auch die Kreativität ins Spiel der Südafrikaner zurück. Im Moment ist er aus dem Team nicht wegzudenken. Akram hingegen gilt als Shootingstar und will sich nun mehr und mehr etablieren. In diesem besonderen Duell wird er den Sieg sicherlich nicht ohne Gegenwehr an Pienaar verschenken.
AUFGESPIESST
Aaron Mokoena (Kapitän Südafrika): „Wir stehen unter Druck, sind für die Herausforderung aber bereit. Remisieren oder verlieren kennen wir nicht. Wir benötigen drei Punkte für unser Selbstvertrauen und unsere Fans.“
Boran Milutinovic (Trainer Irak): „Wir fühlen keinen Druck, dieser lastet normalerweise auf den Schultern der Gastgeber und das ist für uns gut.“
DIE PROGNOSE
Südafrika wird alles daran setzen,
das erste Spiel vor eigenem Publikum zu gewinnen. Der Irak muss fast
schon bezwungen werden, wenn es eine Überraschung in der Gruppe
A geben soll. Denn mit Spanien und Neuseeland ist die Gruppe zwar
machbar, aber in der Tat schwer. Dennoch dürfte es aber gegen
zuletzt schwache Iraker zu einem Sieg reichen.
STATISTIK
Schiedsrichter: noch nicht nominiert
Anstoß: 14. Juni 2009, 16 Uhr (MEZ)
Ort: Ellis Park Stadium (Johannesburg)
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Südafrika 1-0 Äthiopien
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Südafrika 1-1 Äthiopien
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