thumbnail Hallo,

18 Jahre jung und der jüngste Bundesliga-Torschütze beim Hamburger SV. Schon von einem Durchbruch zu sprechen, geht wohl etwas zu weit. Heung Min Son hat sich aber schon einmal in das Rampenlicht der deutschen Beletage gespielt. In einer schwachen HSV-Hinrunde 2010/11 bildete das junge Talent aus Südkorea schon in der Vorbereitung einen großen Lichtblick. Nach einer Verletzungspause meldete er sich stark zurück – zum Jahresbeginn 2011 spielt der 18-Jährige beim Asian Cup vor, ehe er wohl wieder mit viel Freude an der Elbe zurückerwartet wird.

Hamburg. Die Bundesliga-Hinrunde 2010/11 kann man getrost aus dem HSV-Kalender streichen! In Frankfurt blamierte sich der Hamburger SV bei der 2:5-Klatsche gegen die Eintracht und musste im DFB-Pokal die Segel streichen. Wenige Tage später folgte auch noch eine 2:3-Niederlage in der Bundesliga beim abstiegsbedrohten 1. FC Köln. Man musste sich in diesen Tagen nicht nur fragen, was eigentlich mit der HSV-Offensive los ist, sondern vielmehr auch darauf blicken, wer überhaupt noch spielen kann. Das Verletzungspech hatte den Hamburger SV wieder einmal eingeholt. Gut, dass an diesen schweren Tagen auch neue Hoffnungen entstanden…

Jüngster HSV-Bundesliga-Torschütze


Heung Min Son trägt den Namen der Hamburger Hoffnungen. Schon in der Vorbereitung der Norddeutschen auf die neue Saison glänzte das junge Talent und spielte groß auf. Mit seinem Treffer im Freundschaftsspiel gegen den FC Chelsea London sorgte er endgültige für großartige Schlagzeilen. Aber es folgte der große Schock:  Fußbruch und Zwangspause!

Dann folgte das große Comeback. Nach dreimonatiger Verletzungspause stand Heung Min Son gegen den 1. FC Köln erstmals in der Bundesliga-Startelf. Nach einem enttäuschenden Spiel der Hanseaten war schnell klar, dass der 1,83 Meter große Offensivspieler der einzige Lichtblick an diesem Nachmittag war. Sein Tor gegen Köln machte ihn zum jüngsten Bundesliga-Torschützen der HSV-Historie. Dem Südkoreaner gelang bei seinem Bundesligadebüt eine gute Leistung, auch wenn einige seiner Mannschaftskollegen, die durchaus älter und reifer sind, diese nicht zeigten.



Seit 2008 an der Elbe


2008 kam der heute 18-Jährige im Rahmen einer Kooperation zwischen den Norddeutschen und dem koreanischen Fußballverband an die Elbe. Bei der U-16-Asienmeisterschaft belegte er im selben Jahr mit Südkorea den zweiten Rang. Wenige Monate später nahm  Heung Min Son mit der U-17-Nationalmannschaft an der U-17-Weltmeisterschaft in Nigeria teil. In fünf Spielen erzielte er drei Tore und erreichte mit Südkorea sogar das Viertelfinale. In der A-Nationalmannschaft hat Son bisher noch keinen Einsatz aufzuweisen, doch das könnte sich schon sehr schnell ändern. An Weihnachten wurde er für den Asian Cup 2011 in Katar nominiert.

Van Nistelrooy: „Son ist die Zukunft!“


Auch ein erfahrener Goalgetter wie Ruud van Nistelrooy hat längst die Qualitäten des Südkoreaners erkannt und hat in einem Interview mit der Bild gesagt: „Nach einem Training kann man sehen, dass er etwas Besonderes ist.“ Doch damit nicht genug, der niederländische Weltstar geht noch weiter: „Son ist die Zukunft. An ihm wird der HSV viel Spaß haben. Er ist jung, hat einen guten Kopf und macht mit 18 Jahren schon entscheidende Dinger in der Bundesliga!“



 „Ein Tor bringt nichts, ich muss noch besser werden!“


„Ganz viele Freunde haben gratuliert. Aber ich konnte mich nicht richtig freuen, denn wir haben das Spiel verloren“, erklärte der 18-Jährige nach der Partie in Köln. Auch zu seiner dreimonatigen Pause äußerte er sich: „Die Zeit war sehr schwer. Nach meinem Fußbruch wollte ich gleich wieder mit dem Laufen anfangen, durfte es aber nicht. Ich wollte so schnell wie möglich wieder Fußball spielen. Jetzt bin gerade fit geworden und schieße ein Tor. Das ist schön. Aber ein Tor bringt nichts, ich muss noch besser werden!“  Der 18-Jährige ist bei all den Verletzungssorgen der Hanseaten der große Hoffnungsträger für die kommenden Spiele. Das Modell „jung und erfolgreich“, das schon bei anderen Bundesligisten Siege erntet, könnte nun auch beim Hamburger SV fruchten. Die Hanseaten haben bereits reagiert und ganz schnell in die Zukunft investieren: der Vertrag des Südkoreaners wurde bis 2014 verlängert. Auf die Rückkehr von Heung Min Son vom Asian Cup freut sich schon jetzt ganz Hamburg!

Schon gelesen?
Heung Min Son im Goal.com-Interview

Dazugehörig