Rummenigge: "Green braucht vielleicht noch ein Jahr"

Rummenigge glaubt weiterhin, dass der 19-jährige Amerikaner für den Rekordmeister spielen kann. Zunächst müsse er jedoch erneut ausgeliehen werden.

Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge möchte gemeinsam mit Julian Green den nächsten Schritt nach seiner deprimierenden Ausleihe zum Hamburger SV besprechen. Green, der aus der FCB-Jugend stammt, absolvierte in dieser Saison fünf Bundesligaspiele für die Hansestädter. Zuletzt wurde er in die U23 degradiert.

"Es sieht danach aus, dass er nach der Saison zurückkommt und wir uns dann zusammen setzen, um die beste Lösung zu finden", erklärte Rummenigge in einer Presserunde mit Goal: "Ich denke nicht, dass er direkt bei Bayern bleiben wird. Er braucht vielleicht noch ein Jahr irgendwo bei einem anderen Klub, in Deutschland oder England. Um seine Qualitäten zu zeigen und zu merken, dass er Qualitäten hat."

In Hamburg ist die Lage kompliziert. Der Verein hat am Sonntag Joe Zinnbauer entlassen, nachdem dieser vor sechs Monaten das Amt übernommen hatte. "Hamburg ist in einer schwierigen Lage", sagte Rummenigge: "Sie haben ihren Trainer gefeuert, was ein Zeichen dafür ist, dass es bei ihnen nicht läuft. Vielleicht leidet Green unter der Situation, vielleicht spielt er nicht, weil er keine gute Beziehung zu Zinnbauer hatte. Eventuell wird es sich nun zum Besseren wenden, denn er ist ein netter und talentierter Typ. Ein guter Dribbler ist er auch", fügte er hinzu.

Tipico

Amerikaner sind in der Bundesliga willkommen

Rummenigge würde es gerade bei dem Gedanken an die globale Marke "Bayern München" begrüßen, einen amerikanischen Spieler in seinen Reihen zu haben. Am Bespiel von Landon Donavans Auftritt im Dress der Bayern zeige sich, dass der Verein offen für US-Imports sei.

"Wir scouten weltweit und womöglich wäre es das Beste, einen Amerikaner und einen Chinesen zu verpflichten", erzählte der 59-Jährige mit einem Lachen: "Jemanden mit guter Qualität zu finden, ihn hier spielen zu lassen, wäre perfekt." Der US-Trainer Jürgen Klinsmann sei ein wichtiger Faktor, um Amerikaner zu den Bundesliga-Klubs zu lotsen. Aktuell spielen mit Fabian Johnson, Timothy Chandler und John-Anthony Brooks drei Nationalspieler regelmäßig in der Liga.

"Manchmal denke ich, dass Jürgen den Klubs geraten hat, amerikanische Spieler zu verpflichten. Normalerweise sind die nicht teuer", sagte Rummenigge. Das sei auch der Grund, warum jene Spieler in Deutschland so beliebt seien. "Und sie bringen konstante Leistungen", fügte er hinzu.

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