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Der Werder-Aufsichtsrat stellt keine weiteren Geldmittel zur Verfügung, Manager Eichin kündigte jetzt noch Verkäufe an. Trainer Dutt nimmt es indes mit trockenem Humor.

Bremen. Werder Bremens Geschäftsführung hat ein Machtwort gesprochen, am Mittwochabend wurde bei der Aufsichtsratssitzung entschieden, dass keine weiteren Geldmittel für Transfers bereit gestellt werden. Manager Thomas Eichin kündigte jetzt weitere Verkäufe an und verhängte ein vorläufiges Einkaufstop.

"Es wurde beschlossen, den Weg der Konsolidierung weiterzugehen und sich der schwarzen Null weiter anzunähern. Deshalb sprechen wir jetzt nicht über Neuzugänge, sondern eher von Verkäufen", zitiert die "Kreiszeitung" Eichin: "Wir haben verschiedene Szenarien und Wege aufgezeigt. Dann wurde sich auf den Weg geeinigt, der hier schon die ganze Zeit beschritten wird."

Eine gewisse Frustration konnte der Bremer Manager allerdings nicht verbergen. "Ob ich das interessant finde oder lieber einen anderen Weg gegangen wäre, ist völlig unerheblich", erklärte Eichin, fügte aber hinzu: "Ich kenne die Situation doch. Auch die macht mir Spaß. Ich fange nicht an zu jammern. Mit diesem Weg kann man genauso Berge versetzen wie mit dem anderen Weg."

Dutt nimmt's pragmatisch

Trainer Robin Dutt stand seinem Manager ebenfalls zur Seite: "Wir werden den Verein in stürmischen Zeiten loyal begleiten und doppelt so hart arbeiten. Für mich ist das nichts Neues. Wir hatten gestern kein Geld, haben heute kein Geld und haben wahrscheinlich auch morgen kein Geld. Ich hatte nicht gehofft, dass nach der Sitzung ein Geldkoffer auf dem Schreibtisch von Thomas steht."

Auch der zuletzt vermehrt kolportierte Transfer von Bryan Ruiz ist somit trotz des aktuellen Transferplus von 450.000 Euro für die laufende Transferperiode erst mal vom Tisch, wie Eichin bestätigte: "Derzeit ist es nicht möglich, ihn zu verpflichten."

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