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​Hans-Joachim Watzke: Für jeden offensichtlich, was der FC Bayern plant

Geschäftsführer und Sportdirektor des BVB reagieren verärgert auf die Äußerungen von Rummenigge. Watzke wirft Bayern Absicht vor - Zorc fordert: KHR soll den Mund halten.

Dortmund. Das angespannte Verhältnis zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund erhält neuen Zündstoff: Nach den Äußerungen von Karl-Heinz Rummenigge, Marco Reus habe eine Ausstiegsklausel in der Höhe von 25 Millionen Euro, meldet sich nun Hans-Joachim Watzke zu Wort.

"Borussia Dortmund registriert mit gewisser Verärgerung, dass sich Karl-Heinz Rummenigge über die Medien zurzeit im Drei-Tage-Rhythmus zu internen BVB-Angelegenheiten äußert. Wir sind sicher, dass für jeden Fußballinteressierten offensichtlich ist, welche Absicht hinter solchen Äußerungen steckt", so Watzke in einer offiziellen Stellungnahme auf der Homepage des Vizemeisters. FCB-Vorstandsboss Rummenigge hatte sich zum wiederholten Male zur Personalie Reus geäußert und damit beim Erzrivalen aus dem Ruhrpott einen Nerv getroffen.

"Karl-Heinz Rummenigge nimmt durch sein Verhalten billigend in Kauf, dass das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München weiter beschädigt wird", wirft Watzke seinem Pendant Absicht vor: "Wir werden als Arbeitgeber selbstverständlich auch in Zukunft an unserer Linie festhalten und uns zu Vertragsdetails unserer Angestellten niemals in der Öffentlichkeit äußern." 

Streit geht weiter

Reus, der in Dortmund bis 2017 unter Vertrag steht, verfügt über eine Ausstiegsklausel. Bislang wurde stets berichtet, die festgeschriebene Ablöse hierfür liege bei 35 Millionen Euro, in der Sport Bild mutmaßte Rummenigge jedoch, der Jungstar sei kommenden Sommer bereits für 25 Millionen Euro zu haben.

Sportdirektor Michael Zorc zeigte sich erbost darüber: "Das hat leider eine völlig neue Qualität. Es wäre schön, wenn Karl-Heinz Rummenigge einfach mal den Mund halten könnte", sagt der 51-Jährige dem Kicker.

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