thumbnail Hallo,

Wenger hinterfragt Lampard-Deal

Lampards Wechsel zu ManCity wirft für Wenger viele Fragen auf. Ist das eine neue Praxis, um die Vorgaben des Financial Fairplays zu umgehen?

London. Die Nachricht schlug bei den Verantwortlichen der Premier-League-Konkurrenz ein wie eine Bombe. Frank Lampard wird sich, gerade erst vom Tochterklub New York City verpflichtet, dem englischen Meister Manchester City anschließen. Arsenal-Coach Arsene Wenger ist verwundert.

"Das ist eine Überraschung", sagte Wenger nach dem 0:1 im Test gegen den AS Monaco. "Nach den Statements, die wir gehört haben, ist das wirklich eine Überraschung, aber es sieht danach aus, als würden alle diese City-Klubs dem Hauptklub ManCity zuarbeiten - ich habe gehört, sie wollen fünf über die ganze Welt verteilte Vereine kaufen."

Bislang sind durch die Holding-Gesellschaft der Manchester City Group vier Klubs unter einem Dach vereint. Neben ManCity und dem New Yorker Ableger gehören auch der Melbourne City FC sowie die jüngst durch Anteilsübernahme in das Konsortium eingegliederten Yokohama F. Marinos aus Japan.

Wenger: Geld reicht nur für einen Klub

Neben Lampard hatte sich zuletzt auch Weltmeister David Villa der City-Filiale aus New York angeschlossen. Da die neue MLS-Saison erst im kommenden Jahr beginnt, wurden beide verliehen. Villa wechselte nach Australien. "Ist das eine Art, das Fairplay zu umgehen?", fragte Wenger. "Ich weiß es nicht."

"Wir sind glücklich, das Geld nur für unseren Klub auszugeben. Es gibt nicht genügend Überschüsse, um auch noch andere Vereine zu führen", so der Elsässer, der in der Vergangenheit als großer Verfechter des Financial Fairplays galt und sich nun möglicher Wettbewerbsverzerrung ausgesetzt sieht.

Dazugehörig