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BVB will mit Marco Reus neu verhandeln

Noch steht der Nationalspieler bis 2017 unter Vertrag. Den Haken an der Geschichte will der deutsche Vize-Meister in neuen Gesprächen biegen.

Dortmund. Borussia Dortmund plant, Marco Reus die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag abzukaufen. Damit will der Revierklub einen vorzeitigen Abgang verhindern.

Wie die Bild berichtet, soll damit ein zweiter Fall Mario Götze verhindert werden, der für eine festgeschriebene Ablöse in Höhe von 37 Millionen Euro zu Bayern München ging. Bei Reus stehen angeblich 35 Millionen Euro im Vertrag, wodurch er im Sommer kommenden Jahres zu jedem anderen Klub gehen könnte.

Der Mittelfeldstar ist derzeit noch verletzt und macht sich laut Angaben seines Beraters gar keine Gedanken um einen Wechsel. Doch das Interesse ruht nicht: "Marco ist für jeden europäischen Spitzenklub eine Verstärkung, von daher ist es völlig normal, dass sich viele dieser Vereine um ihn bemühen", erklärte Dirk Hebel dem Blatt. Aber: "Jetzt möchte er erst einmal vollständig gesund werden und noch stärker als zuvor auf den Platz zurückkehren. Alle anderen Dinge stehen erst einmal hinten an!"

Dortmund ist zuversichtlich

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke räumte zuletzt ein, dass Reus "das Recht" dazu habe, an einen Wechsel zu denken. Der 25-Jährige wurde zwar in Dortmund geboren und identifiziert sich vollends mit dem Klub. Gerüchte um einen Wechsel gibt es aber seit Monaten. Seine starke Saison ebnete ihm auch den Weg in die Goal-50-Liste. Erst ein Teilriss der linken vorderen Syndesmose bremste ihn im Juni aus und verhinderte eine WM-Teilnahme.

Kein Wunder, dass Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge einen neuerlichen Einkauf bei der schwarz-gelben Konkurrenz nicht ausschließen wollte. Er wisse um die Ausstiegsklausel, bestätigte er der Welt am Sonntag: "Ich glaube, dass es für Borussia Dortmund schwer wird, die Klausel für Reus rauszukaufen. Der Spieler hat eine hohe Nachfrage." Pendant Watzke reagierte eher verschnupft: "Ich weiß nicht, was ihn bewegt, sich Gedanken über den BVB zu machen. Aber das Recht bleibt ihm."

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