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Krankmeldung aufgehoben: Calhanoglu trainiert in Leverkusen

Nach dem HSV-Abschied folgt die Wunderheilung: Obwohl er noch krank geschrieben war, nahm der Neu-Leverkusener bereits das Training auf.

Leverkusen. Neuzugang Hakan Calhanoglu hat am Montag das Training beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen aufgenommen. Die eigentlich bis zum 15. Juli ausgestellte Krankmeldung des 22-Jährigen wurde aufgehoben, dies bestätigte Pressesprecher Dirk Mesch dem SID. Der türkische Nationalspieler Calhanoglu war am Freitag für rund 14 Millionen Euro vom Hamburger SV zum Werksklub gewechselt. An der Vorbereitung der Norddeutschen nahm der Mittelfeldspieler nicht teil, da er Mitte Juni ein Attest von einer Heidelberger Psychologin vorgelegt hatte.

Dass Calhanoglu, der trotz eines Vertrages bis 2018 wochenlang in Hamburg auf einen Wechsel gedrängt hatte, plötzlich wieder trainieren kann, ärgert HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer. "Da sieht man mal wie schnell so ein Genesungsprozess voranschreiten kann, wenn man nach Leverkusen wechselt. Dass er am Tag des Transfers wieder gesund ist, sagt doch schon alles", wird der 48-Jährige in der Bild-Zeitung zitiert.

Kreuzer von Calhanoglu enttäuscht

Kreuzer, wie Calhanoglu in Mannheim geboren, findet das Verhalten mehr als fragwürdig. "Das ist für Hakans Image, aber auch für das der Ärztin nicht gut. Wir sind davon ausgegangen, dass er wirklich gesundheitliche Probleme hat", erklärte der frühere Profi: "Das ist alles ganz beschissen abgelaufen."

Der HSV wollte Calhanoglu ursprünglich trotz dessen Abwanderungswunsch halten, benötigte das Geld aber, um Stürmer Pierre-Michel Lasogga von Hertha BSC zu verpflichten. "Ich war lange der Meinung, dass wir das knallhart durchziehen und ein Exempel statuieren", so Kreuzer: "Aber es hat keinen Sinn gemacht, damit vernichtest du ja auch Kapital."

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