Julian Schieber: "Bei Hertha BSC ensteht etwas"

In Dortmund konnte sich der Stürmer nie durchsetzen. Mit der Ankunft von Ramos und Immobile sucht Schieber nun das Weite. Mit Goal sprach er über seine Entscheidung.

Dortmund/Berlin. Der Wechsel von Stürmer Julian Schieber von Borussia Dortmund zum Liga-Konkurrenten Hertha BSC ist perfekt. Der 25-Jährige unterschrieb beim Fußball-Bundesligisten einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2018 und soll Adrian Ramos ersetzen, der zum BVB gewechselt ist. Zudem steht Herthas Pierre-Michel Lasogga vor dem Absprung zum Hamburger SV. Schieber sprach nun über seinen Wechsel und lobt die Gespräche mit dem Hauptstadtklub.

"Der Verein hat sich sehr um mich bemüht. Trainer Jos Luhukay und Manager Michael Preetz haben mich überzeugt", freut sich der 25-Jährige im Gespräch mit Goal über den gelungenen Transfer. Jedoch auch darüber, wie die Berliner sich gemacht haben - Schieber wechselt nicht nur, weil er einfach spielen will. Die Verantwortlichen der Hertha haben ihn überzeugt, aber nicht "in den guten Gesprächen, die wir hatten", sondern auch "mit ihrer bisherigen Arbeit. An der jüngsten Entwicklung der Hertha und den Neuzugängen sieht man ja sehr gut, dass hier etwas entsteht und der Verein eine gute Perspektive hat."

Von langer Hand geplant

"Wir haben die Karriere von Julian Schieber schon seit Langem mit Interesse beobachtet", sagte Herthas Manager Michael Preetz: "Er ist ein wuchtiger, torgefährlicher Angreifer, der genau in unser Anforderungsprofil passt. Insofern sind wir froh, dass er jetzt zu Hertha BSC wechselt."

Die Ablösesumme für Schieber, der in Dortmund noch Vertrag bis 2016 hatte, soll bei geschätzten 3,5 Millionen Euro liegen. Nach Valentin Stocker (FC Basel), Marvin Plattenhardt (1. FC Nürnberg), Jens Hegeler (Bayer Leverkusen), Genki Haragutchi (Urawa Red Diamonds) und John Heitinga (FC Fulham) ist Schieber bereits der sechste Neuzugang der Berliner.

Beim deutschen Vizemeister gelang dem Stürmer der Durchbruch nicht. In zwei Jahren kam der frühere U21-Nationalspieler nur auf 35 Ligaspiele und stand meist im Schatten von Robert Lewandowski. Insgesamt absolvierte der Offensivspieler für den VfB Stuttgart, den 1. FC Nürnberg und Borussia Dortmund 113 Bundesligaspiele und erzielte dabei 16 Tore.