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Oliver Kreuzer reagiert verärgert auf die hohe Berliner Ablöseforderung für Lasogga. Die Vorstellung sei unrealistisch.

Hamburg. HSV-Manager Oliver Kreuzer reagiert verärgert auf die hohe Ablöseforderung von Hertha BSC für Pierre-Michel Lasogga. Die Berliner wollen angeblich mindestens zwölf Millionen Euro für den Stürmer, Hamburgs Marcell Jansen fordert indes öffentlich Verstärkungen.

Wie die "Berliner Zeitung" erfahren haben will, verlangten die Hertha-Bosse beim Geheimtreffen am Dienstag eine Ablösesumme in Höhe von zwölf Millionen Euro sowie zusätzlich weitere Sonderzahlungen, die sich durch die Anzahl von Lasoggas Spielen sowie für den Fall, dass der HSV das internationale Geschäft erreicht, berechnen sollen.

"Das ist absolut unrealistisch und total überzogen", polterte Kreuzer jetzt: "Das ist schon fast ein bisschen unverschämt. Unter Berücksichtigung der Vertragsdauer sollten wir eine realistische Lösung finden." Lasoggas Vertrag beim Hauptstadt-Klub läuft noch bis 2015, zuletzt soll er Berichten zufolge den Verantwortlichen mitgeteilt haben, dass er das Angebot zur Vertragsverlängerung nicht annehmen wird.

Darüber hinaus wäre die von der Hertha anvisierte Verpflichtung von Hamburgs Per Skjelbred in dem Paket noch nicht enthalten. Der HSV hatte darauf spekuliert, Skjelbred im Gegenzug nach Berlin abzugeben und die Ablöse für Lasogga somit auf sechs Millionen Euro zu drücken. Das lehnte die Hertha allerdings ab. Sollte im Fall Lasogga keine Einigung erzielt werden, müsste er am Montag zum Berliner Trainingsstart antreten.

Rudnevs: "Gerne mit Lasogga stürmen"

Unbeeindruckt von dem intensiven Werben des HSV um einen neuen Stürmer zeigte sich jetzt Hamburgs Artjoms Rudnevs. Der Lette war nach seiner Ausleihe aus Hannover zum HSV zurückgekehrt und sieht seine Zukunft trotz Lasogga weiter in der Hansestadt: "Ich freue mich, wenn er kommt. Ich würde auch gerne mit ihm zusammen stürmen, wenn es der Trainer will", so Rudnevs in der "Mopo".

Für Hamburgs Routinier Marcell Jansen ist derweil vor allem wichtig, dass die Qualität im Kader nach dem Beinahe-Abstieg verbessert wird - selbst wenn mit Matthias Ostrzolek ein Konkurrent für ihn selbst kommt: "Wir müssen uns verstärken. Ich freue mich über jeden, der das Team besser macht. Ich bin da entspannt. Ich kenne ihn nicht persönlich, aber er hat mit Augsburg eine gute Saison gespielt."

Mit Vorgaben für die neue Saison hält sich Jansen noch zurück, versprach allerdings in der "Mopo" weiter: "Es ist gut, ein Ziel zu visualisieren. Allerdings ist es noch sehr früh, wir wissen nicht, wie der finale Kader aussieht. Aber jedem ist klar, dass wir mit nur einem Prozent weniger in der zweiten Liga wären. Die blauen Augen sind dick genug. Die fantastischen Fans haben mehr verdient."

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