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Hakan Calhanoglu will zu Bayer Leverkusen: "Möchte HSV definitiv verlassen"

Der Mittelfeldspieler sieht seine Zukunft bei der Werkself und drängt nun auf einen Wechsel.

Hamburg. Mittelfeld-Juwel Hakan Calhanoglu forciert trotz eines laufenden Vertrages bis 2018 seinen sofortigen Abschied vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. "Ich möchte den HSV definitiv verlassen. Meine Perspektive für die kommende Saison sehe ich ganz klar bei Bayer Leverkusen", sagte der 20-Jährige in einem Interview mit der Sport Bild.

Bereits vor den entscheidenden Relegationsspielen im Abstiegskampf gegen die SpVgg Greuther Fürth (0:0, 1:1) habe er Vorstandschef Carl Jarchow und Sportdirektor Oliver Kreuzer über seinen Wechselwunsch informiert: "Ich habe ihnen gesagt, dass ich gehen will - egal, ob wir in der ersten oder zweiten Liga spielen. Dass ich international spielen und meine Eltern glücklich machen möchte". Dem Mittelfeldspieler soll laut Goal-Informationen bereits ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegen.

HSV geschockt

Das Hamburger Führungsduo habe auf seine Ankündigung "geschockt" reagiert: "Das hatten sie nicht erwartet, denn für sie war ich immer der kleine, ruhige Hakan." Calhanoglu hatte seinen Vertrag bei den Hanseaten erst im Februar bis 2018 verlängert - auch um ein "Zeichen zu setzen", wie er damals sagte. Seinen Meinungswandel begründete er mit mangelnder Perspektive. "Ich bin mit großer Hoffnung hierher gekommen, aber ich habe sie verloren", sagte der Deutsch-Türke.

Die sportliche Talfahrt und das immer größer werdende Chaos im Verlauf der Saison habe in ihm den Wunsch geweckt, in ein ruhigeres Umfeld zu wechseln. Dieses sieht Calhanoglu in Leverkusen: "Ich sehe eine Mannschaft, die seit Jahren ruhig und erfolgreich ihren Weg geht."

"Ich will ein Weltstar werden"

Bei Bayer ist er sich sicher, seinen Ziele ein Stück näherzukommen: "Ich will einfach auch so weit kommen wie Cristiano Ronaldo oder Messi. Ich will auch ein Weltstar werden, über den alles spricht."

Für Calhanoglu ist sein Wechselwunsch moralisch völlig in Ordnung: "Ich gebe dem HSV viel zurück." Er habe "sehr gute Leistungen" gezeigt und würde dem Verein bei einem Abgang "mindestens zehn Millionen mehr" einbringen, als die 2,5 Millionen Euro, für die er vor der Saison vom Karlsruher SC gekommen war.

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