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Poker um HSV-Talent: Bayer Leverkusen lockt Calhanoglu mit Millionen-Vertrag

Der Shootingstar des Hamburger SV hat den Verantwortlichen seinen Wechselwunsch mitgeteilt. Sportchef Oliver Kreuzer will ihn allerdings nicht gehen lassen.

EXKLUSIV
Von Daniel Jovanov

Hamburg. Hakan Calhanoglu möchte den Hamburger SV verlassen und zu Bayer 04 Leverkusen wechseln. Sein Berater habe dies den Verantwortlichen mitgeteilt, wie der 20-Jährige gestern gegenüber Pressevertretern bestätigte. Nach Informationen von Goal liegt ihm ein unterschriftsreifer Vierjahresvertrag mit einem Grundgehalt von drei Millionen Euro vor. Seine Familie soll sich bereits nach einer Wohnung für den türkischen Nationalspieler erkundigt haben.

Beim Werksklub aus Leverkusen deuten sich in diesem Sommer zwei Abgänge an: Wie RP Online berichtet, steht Emre Can vor einem Wechsel zum FC Liverpool. Als Ablösesumme sind zwölf Millionen Euro im Gespräch. Auch der ehemalige deutsche Nationalspieler Gonzalo Castro steht vor einer ungewissen Zukunft und wird den Champions-League-Teilnehmer wohl verlassen.

Wie Goal erfuhr, könnten die Transfereinnahmen der Leverkusener in die Ablöse für Calhanoglu fließen. Bayer sei demnach bereit, bis zu 15 Millionen Euro für das Ausnahmetalent auf den Tisch zu legen. Der HSV erteilte den Wechselwünschen Calhanoglus jedoch umgehend eine Absage. Dessen Vertrag läuft noch bis 2018. "Hakan bleibt definitiv bei uns", stellte Sportchef Oliver Kreuzer klar.

Neuaufbau beim HSV

Calhanoglu bestätigte indes am Montag nach der erfolgreichen Relegation gegen Greuther Fürth und dem Klassenerhalt unverhohlen die Spekulationen und betonte: "Jeder Fußballer hat das Ziel, in der Champions League zu spielen. Das ist auch mein Wunsch. Ich hoffe, dass der Verein dem nachkommt."

Ob Kreuzer in Anbetracht der finanziellen Situation überhaupt ablehnen kann, ist fraglich. Der Einstieg von Klaus-Michael Kühne als strategischer Partner hängt vom Votum der Mitglieder am kommenden Sonntag ab. Auf der Versammlung werden bis zu 8.000 Mitglieder erwartet, die über eine Ausgliederung der Profifußball-Abteilung in eine Aktiengesellschaft entscheiden.

Kühne hat über eine Pressemitteilung verkünden lassen, dass er den HSV bei einer erfolgreichen Neustrukturierung finanziell unterstützen werde. Mit seiner Hilfe sollen Hoffnungsträger wie Calhanoglu oder Lasogga langfristig an den Verein gebunden werden. Andernfalls wird die Last der Verbindlichkeiten in Höhe von 100 Millionen Euro Kreuzer zum Verkauf wichtiger Spieler zwingen.

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