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Wegen Immobile: FC Turin geht auf Borussia Dortmund los

Kommt er nun oder kommt er nicht? Die Borussia hat scheinbar in der Serie A einen Nachfolger für Robert Lewandowski gefunden, aber ein Turiner Klub stellt sich quer.

Turin. Die Transferrechte von Ciro Immobile gehören nur zu 50 Prozent Juventus Turin. Die andere Hälfte besitzt sein aktueller Verein, der FC Turin . FC-Direktor Alberto Barile fühlt sich im Poker um den Top-Torjäger der Serie A von Borussia Dortmund übergangen.

"Am vergangenen Freitag hat der BVB nur mit Juventus gesprochen - und am Abend dann noch mit Ciros Berater. Allerdings gehört Ciro eben genau so uns, noch dazu spielt er bei uns. Ich wüsste wirklich gerne, wie Dortmund auf die Idee kommt, nur mit Juventus zu reden", erklärte Barile entsetzt exklusiv gegenüber SPOX .

Ungünstiger Zeitpunkt für Gespräche

Zudem schockierte ihn das Verhalten der Verantwortlichen des Bundesligisten: "Ohnehin verstößt die gesamte Vorgehensweise gegen das Transferreglement der FIFA. Bei uns haben sich bisher weder Borussia Dortmund noch Atletico Madrid gemeldet."

Barile bezieht sich auf den dritten Absatz in Kapitel IV des Regelwerks: Beabsichtigt ein Verein einen Berufsspieler zu verpflichten, so muss vor der Aufnahme von Verhandlungen mit dem Spieler, dessen aktueller Verein schriftlich in Kenntnis gesetzt werden.

Am letzten Spieltag kann der FC Turin den Einzug in die Europa League schaffen. Der Direktor empfindet die Gespräche als unnötige Ablenkung: "Wir haben am Sonntag ein wichtiges Spiel in Florenz, wo es für uns um alles geht. Wir wollen in die Europa League. Solche Geschichten helfen da nicht."

Immobile bereits mit BVB einig?

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ließ zuletzt verlauten, dass sich der Bundesligist mit dem Torjäger bereits geeinigt hätte. Der Italiener soll bei den Schwarz-Gelben Robert Lewandowski ersetzen. Der Pole wechselt ablösefrei zum FC Bayern München.

Trotz aller Aufregung will Alberto Barile seinem Stürmer bei einem Wechsel nicht im Weg stehen: "Wir sprechen nach der Saison mit Ciro über die Situation. Wenn er wirklich gehen will, dann werden wir ihm keine Steine in den Weg legen. Auch Angelo Ogbonna kam Ende der letzten Saison zu uns und bat um die Freigabe für einen großen Klub - wir haben ihn zu Juventus ziehen lassen."

Der Wunsch des Europa-League-Aspiranten ist jedoch der Verbleib des 24-Jährigen, Barile meint: "Es wäre gut für ihn, wenn er bei uns bleibt. Wir sind wie eine Familie hier und haben ein sehr gutes Verhältnis zu ihm."

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