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Ekici vor Absprung: "Nicht mein Anspruch"

Die Anzeichen verdichten sich, dass der Türke im Sommer seine Zelte bei Werder abbricht. Nach drei ernüchternden Jahren will Ekici endlich wieder spielen. Angebote soll es geben.

Bremen. Das Ende naht: Nach drei enttäuschenden Jahren ist im Sommer wohl Schluss zwischen Werder Bremen und Mehmet Ekici. Der 2011 für viel Geld und mit vielen Vorschusslorbeeren an die Weser gewechselte Türke will spielen, sieht dazu in der Hansestadt aber keine Chance. Interessenten sollen vorhanden sein.

"Werder will sicher die Möglichkeit nutzen, noch Ablöse zu bekommen. Es gibt Interessenten im In- und Ausland", wird Ekici von der Bild zitiert. "Was in den nächsten Monaten passiert, kann ich nicht vorhersagen. Noch mal auf der Bank zu sitzen, ist nicht mein Anspruch", so der bis 2015 gebundene Mittelfeldmann.

Ekici kam in drei Spielzeiten in Bremen wettbewerbsübergreifend lediglich 43-mal zum Einsatz - bei einem Jahresgehalt von rund 1,8 Millionen Euro. Werder versucht schon länger, den 24-Jährigen loszuwerden. Im Winter zerschlug sich ein Wechsel, doch nun könnte es zum Wohle beider Seiten klappen.

"Natürlich bin ich unzufrieden. Ich will spielen - und dementsprechend muss ich auch handeln", zitiert die Syker Kreiszeitung den neunmaligen Nationalspieler, der sein letztes Spiel für die Türkei im Mai 2013 bestritt und seitdem nicht mehr berücksichtigt wurde.

"Ich weiß nicht, wieso ich rausgenommen wurde"

In Bremen sieht Ekici keine faire Chance, sich für die Nationalelf zu präsentieren. "Ich weiß nicht, wieso ich rausgenommen wurde", zeigte er sich ratlos, nachdem er nach guter Vorbereitung hoffnungsvoll in die abgelaufene Saison gegangen war. "Ich kann mir keine Vorwürfe machen. Ich habe in den Spielen gezeigt, was ich kann."

"Ich habe mich nicht hängen lassen, sondern ordentlich trainiert und immer Gas gegeben. Das wurde mir von Trainer und Manager bestätigt", so der einst für fünf Millionen Euro aus München gekommene Ekici, für den sich damit unter Robin Dutt und Thomas Eichin fortsetzte, was er unter Thomas Schaaf und Klaus Allofs bereits monierte.

Laut eigener Aussage lägen ihm nun Angebote "aus der Bundesliga und dem Ausland" vor, "und da nicht nur aus der Türkei". Deshalb sieht sich der Ex-Nürnberger in einer guten Position: "Im Endeffekt entscheide ich, wie es weitergeht."

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