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Kein Bayer-Bekenntnis von Castro: "Werde einiges ansprechen"

Das Eigengewächs äußert Kritik an Rudi Völler. Viel Lob gibt es indes für den Interimscoach - Castros Verbleib hänge von Gesprächen nach der Saison ab.

Leverkusen. Seit 1999 trägt Gonzalo Castro das Trikot von Bayer 04 Leverkusen. Inzwischen ist der 26-Jährige zu einer absoluten Konstante im Kader der Werkself gereift, durchlebte in dieser Saison allerdings ein persönliches Leistungsloch - parallel zur gesamten Mannschaft. Harsche Kritik hagelte es in dieser Phase von Sportdirektor Rudi Völler, der vor allem den ehemaligen Nationalspieler ins Visier nahm.

"Wenn ein gewisser Schlendrian eintritt, braucht man den Tritt in den Arsch", gesteht Castro zwar ein, schiebt jedoch eine ausdrückliche Einschränkung in Richtung Völler nach: "Aber fachlich, wie es unser neuer Trainer Sascha Lewandowski macht. Er pickt sich niemanden heraus", so der Deutsch-Spanier laut Bild.

"Leider nur ein paar Spiele"

Der Interimscoach habe "riesigen Anteil am Aufschwung" der letzten Wochen, der auch dem Ur-Leverkusener je einen Treffer in den beiden jüngsten Partien gegen Dortmund (2:2) und in Frankfurt (2:0) bescherte. "Das Team funktioniert wieder, das Selbstvertrauen ist zurück. Leider geht es nur ein paar Spiele mit ihm", bedauert Castro Lewandowskis erneuten Rückzug in den Nachwuchsbereich.

Ob der Mittelfeldakteur (Vertrag bis 2016) selbst bei der Werkself bleibt "hängt vom Gespräch nach der Saison ab. Ich werde einiges ansprechen und mich dann entscheiden", scheint Castro zunächst ein Tête-à-Tête mit Völler anzustreben.

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