thumbnail Hallo,

Barca-Präsident Bartomeu bestätigt: Andoni Zubizarreta bot Rücktritt an

Der Sportdirektor habe nach dem Transferverbot in einem Klub-Meeting seinen Rücktritt angeboten. Barca lehnte ab - ebenso verteidigte Bartomeu das Nachwuchs-System der Katalanen.

Barcelona. Wegen Verstößen gegen die Richtlinien für Transfers Minderjähriger wurde der FC Barcelona von der FIFA sanktioniert. In den beiden kommenden Transferperioden dürfen die Katalanen keine neuen Spieler verpflichten. Sportdirektor Andoni Zubizarreta wollte daraus persönliche Konsequenzen ziehen - das bestätigte nun Klub-Präsident Josep Bartomeu.

"Am Mittwoch, nachdem uns die Nachricht von der Strafe erreichte, hatten wir ein Meeting mit einer Gruppe von Vereinsvertretern. Es stimmt, dass Zubizarreta dabei seinen Rücktritt nahe gelegt hat", erklärte Bartomeu gegenüber Catalunya Radio. Die Klubführung ging allerdings nicht darauf ein: "Sein Abgang wäre sicherlich keine Lösung. Er ist eine Persönlichkeit des Vereins und verrichtet gute Arbeit", betonte der Präsident.

Nachwuchs-System formt Persönlichkeiten

Das Urteil werde Barca derweil nicht widerstandslos akzeptieren. "Wir werden uns erklären", versicherte Bartomeu. Er verwies jedoch auf die noch laufende Saison - bis zu deren Ende wolle man keine unnötigen Unruheherde initiieren.

Ferner betonte der 51-Jährige die integrative Kraft des Nachwuchs-Systems in Barcelona. Daher seien die Vorwürfe der FIFA unberechtigt. "Wir formen die Spieler nicht nur als Fußballer, sondern auch als Menschen. Wir haben nun viele Jungs hier, die aufgrund der FIFA-Kriterien nicht mehr spielen dürfen. Und sie sind bei uns, weil ihre Eltern wollen, dass sie bleiben", brach Bartomeu eine Lanze für die Arbeit in La Masia.

Dazugehörig