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VfB Stuttgart entlässt Trainer Schneider und holt Stevens

Die Schwaben trennen sich nach dem Unentschieden gegen Schlusslicht Braunschweig von ihrem Trainer. Ein alter Bekannter soll den Verein vor dem Abstieg bewahren.

Stuttgart. Bundesligist VfB Stuttgart hat auf die andauernde Talfahrt reagiert und am Sonntag Trainer Thomas Schneider entlassen. Neuer Chefcoach ist der Niederländer Huub Stevens (60). Der 60-Jährige wird am Montag (13.00 Uhr) in Stuttgart vorgestellt.

Die in akuter Abstiegsgefahr befindlichen Schwaben zogen damit Konsequenzen aus dem 2:2 (2:1) gegen das Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig am Samstag. Vor dem Punktgewinn im Kellerduell hatte es acht Niederlagen in Folge gegeben.

Stevens soll den VfB retten, Schneider im Verein verbleiben

Der 41-jährige Schneider hatte den VfB erst Ende August 2013 von Bruno Labbadia übernommen und zunächst für einen spürbaren Aufwind gesorgt. Mit Schneider wurden auch dessen Assistenten Alfons Higl und Tomislav Maric von ihren Aufageben entbunden. Schneider soll dem Verein aber laut Präsident Bernd Wahler in anderer Funktion erhalten bleiben.

"Der Vorstand hat diese Entscheidung gemeinsam mit Thomas Schneider getroffen. Der Aufsichtsrat trägt diese einheitlich mit", sagte Wahler über die Trennung: "Die aktuelle sportliche Situation erforderte im Bewusstsein der Verantwortung dem Verein gegenüber, diesen schweren Schritt zu tun."

"Ich brenne, ich bin richtig heiß"

Huub Stevens geht mit großem Elan die neue Aufgabe als Trainer des abstiegsbedrohten Bundesligisten VfB Stuttgart an und will den schwäbischen Traditionsklub zum Klassenerhalt führen. "Ich werde das versuchen, mit allen Mitteln, die mir zu Verfügung stehen. Ich bin seit ein paar Tagen wieder in Eindhoven und merke: Ich brenne, ich bin richtig heiß", sagte der 60 Jahre alte Fußballlehrer Sport1.

Auf die Frage, ob der VfB die schwierigste Mission in seiner Karriere als Fußballlehrer sei, antwortete der Niederländer: "Keine Frage. So wenig Zeit hatte ich noch nie bei meinen Stationen zuvor. Wir müssen alle, wirklich alle, alles für diesen Verein tun, um es zu packen."

Stevens kündigte an, das Gespräch mit seinem Vorgänger Thomas Schneider zu suchen. "Der Junge ist ein super Bursche. Er kennt diesen Verein, er lebt für diesen Verein. Er hat als Jugendtrainer begonnen und die erste Mannschaft übernommen. Es ist doch ganz klar, dass er die Mannschaft besser kennt als ich", äußerte der erfahrene Coach.

Stevens kennt die Bundesliga

Schneider-Nachfolger Huub Stevens trainierte in der Vergangenheit in der Bundesliga bereits zwei Mal den FC Schalke 04, Hertha BSC, den 1. FC Köln sowie den Hamburger SV. Stevens war erst am 2. März als Trainer von PAOK Saloniki entlassen worden.

Zurzeit befindet sich Stuttgart auf Platz 15 in der Tabelle, nur drei Punkte vor Schlusslicht Eintracht Braunschweig. Der SC Freiburg könnte am Sonntag mit einem Sieg gegen Borussia Dortmund (15.30 Uhr im Liveticker bei Goal) noch vorbeiziehen.

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