thumbnail Hallo,

Das Verletzungspech bleibt dem BVB treu: Angesichts der jüngsten Hiobsbotschaft um Kuba überlegt der Vizemeister, im Winter auf dem Transfermarkt tätig zu werden.

Dortmund. Den Rückrundenauftakt hat sich Borussia Dortmund anders vorgestellt: Man wollte den Blick auf Tabellenplatz zwei richten, stattdessen kam man über ein 2:2-Remis gegen den FC Augsburg nicht hinaus. Zu allem Überdruss erlitt Jakub Blaszczykowski einen Kreuzbandriss und fällt den Rest der Saison aus. Nun denkt der Bundesligist über Last-Minute-Verstärkungen nach.

"Ich habe ja nie etwas ausgeschlossen", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc den Ruhr Nachrichten: "Es gibt ein, zwei Aspekte, die wir durchdenken werden." Laut Bild-Informationen wollen sich die Verantwortlichen am Montag zusammensetzten, um über mögliche Wintertransfers zu beraten. Ob der Verletztenliste denkt der Verein darüber nach, noch einmal vor Transferschluss (Freitag, 31. Januar) aktiv zu werden. 

Dies bestätigte auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gegenüber der Welt: "Wir haben uns intern besprochen und sondieren den Markt." Er wolle "nicht ausschließen", dass man nach Blaszczykowskis Verletzung "noch einmal aktiv" werde. Er stellte aber klar: "Allerdings tun wir das nur, wenn es Sinn ergibt, sowohl finanziell als auch sportlich."

Ganz oben auf der Wunschliste soll ein Mittelfeldspieler stehen, auch mit einem Innenverteidiger wird noch geliebäugelt. Jürgen Klopp war nach der Punkteteilung und der folgenschweren Verletzung Kubas jedenfalls bedient: "Das ist für uns eine Katastrophe."

"Keine Leichtigkeit"

Trotz der Investitionen im Sommer fehlt dem Team die Breite, um die Ausfälle zu kompensieren. Dennoch schloss der Trainer am Sonntag zunächst eine Reaktion aus: "Über mögliche Transfers habe ich mir keine Gedanken gemacht, würde aber aus dem Bauch heraus sagen: Nein", erklärte der Fußballlehrer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Die sportliche Situation könnte ihn jedoch zum Umdenken bewegen: Seit neun Partien konnte man nicht zu Null spielen. Dies hat es unter Klopp, der seit 2008 in Amt und Würden ist, nicht gegeben. Daher warnte er in der Bild schon mal vor dem nächsten Gegner: "Wir werden nicht im Training im Kreis tanzen und Freitag in Braunschweig mit bunten Kappen auflaufen."

Zudem warten die Fans seit vier Spielen auf einen Heimsieg. Drei der letzten vier Begegnungen wurden gar verloren. Zuletzt gab es eine solch schlechte Heimbilanz vor 14 Jahren. "Unser Stadion ist ein Selbstbedienungsladen. Das darf nicht passieren", so Vize-Kapitän Roman Weidenfeller, der gegen den FCA sein 300. Bundesligaspiel für den BVB absolvierte. 

EURE MEINUNG: Muss der BVB angesichts der Verletzungsmisere auf dem Transfermarkt aktiv werden?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Dazugehörig