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BVB-Sportdirektor Michael Zorc: "Wir müssen nicht alles umkrempeln"

Nach einem turbulenten Jahr ging dem BVB gegen Ende die Puste aus. Nun will man wieder Angreifen. Den Lewandowski-Abgang sieht der Manager als Chance zur Weiterentwicklung.

La Manga. Im Trainingslager in Spanien rüstet sich Borussia Dortmund für die Bundesliga-Rückrunde. Die Verletztenliste lichtet sich allmählich und im Hintergrund werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Sportdirektor Michael Zorc sieht die anstehenden Veränderungen als eine Chance.

"Wir müssen nicht alles umkrempeln", sagte der 51-Jährige im WAZ-Interview: "Wir müssen uns immer wieder entwickeln, der eine oder andere Abgang bietet die Chance dazu." Im Sommer verlässt Robert Lewandowski den BVB und wechselt ablösefrei zum FC Bayern München. Die Suche nach einem Ersatz läuft auf Hochtouren. "Es kann auch sein, dass wir zwei Stürmer holen", ließ Zorc blicken.

Der Neue muss ins Anforderungsprofil passen: "Er muss charakterlich zu uns passen, die sportliche Qualität muss da sein und der Transfer muss umsetzbar sein." Zwar sei der Abgang von Lewandowski ein "großer sportlicher Verlust", doch sei dies auch eine Chance, "an der einen oder anderen Schraube zu drehen", so der frühere BVB-Kapitän. Trainer Jürgen Klopp habe " verschiedene Varianten im Kopf."

Der Sportdirektor stellt klar, dass keine weiteren Abgänge geplant sind. Zwar kursieren viele Spekulationen rund um Marco Reus und Ilkay Gündogan, doch größtenteils sei alles "Mumpitz". Zorc dazu: "Wir haben gelernt, damit umzugehen und zu leben." Doch sei die Vertragsverlängerung mit dem Deutsch-Türken "sehr wichtig". Aber das Trainingslager sei nicht "nicht der richtige Ort, um Vertragsgespräche zu führen".

"Voller Tatendrang"

"Es war ein sehr, sehr intensives Jahr", betonte der frühere BVB-Spieler: "am Ende wurde es ein bisschen mau. Da war jeder froh, dass das Jahr zu Ende war." Die Schwarz-Gelben beendeten die Hinrunde auf Platz vier und würden nach derzeitigem Stand das Saisonziel - direkte Qualifikation für die Champions League – verpassen. Doch der 51-Jährige spüre die Aufbruchsstimmung: "Ich habe das Gefühl, dass nun alle wieder voll aufgeladen und voller Tatendrang sind."

Dennoch wolle man "das Saisonziel erreichen" und "in anderen beiden Wettbewerben so weit wie möglich kommen". Ein erneuter Finaleinzug in der Königsklasse sei "extrem schwierig auf dem Niveau". Zwar sei "alles möglich", doch "nicht immer wahrscheinlich", so Zorc.

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