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Der katalanische Coach erlaubt sich kein Urteil über seinen zukünftigen Stürmer. Ein Abgang seines derzeitigen Spitzenangreifers ist auch für ihn kein Thema.

Doha. Das offene Geheimnis um Robert Lewandowski ist gelüftet, doch reden will über den Transfer-Coup keiner mehr. Der im Sommer bevorstehende Wechsel von Dortmunds Top-Torjäger zu Rekordmeister Bayern München steht fest, doch zu Erwartungen, Zielen oder dem Einfluss auf die Rückrunde äußert sich niemand. Auch Startrainer Pep Guardiola, der den Polen ab der kommenden Saison betreuen wird, wollte aus Höflichkeit nichts zu dem Thema sagen. "Es ist nicht korrekt meiner Mannschaft gegenüber, Borussia Dortmund gegenüber und auch Lewandowski gegenüber", betonte Guardiola am Montag im Trainingslager in Doha/Katar.

Zu dem am Samstagabend offiziell verkündeten Sommer-Transfer des polnischen Nationalspielers habe sich bereits Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge geäußert, erklärte der 42-Jährige: "Ich kann nächste Saison über ihn sprechen."

Auch Matthias Sammer hatte vor dem Abflug nach Doha keine gesteigerte Lust auf Fragen nach dem Torjäger. Er behalf sich mit Humor. "Es freut mich, dass sie Ihre Bohrmaschine dabei haben", sagte der Sportvorstand zu einem hartnäckigen Reporter, "aber das ist wirklich kein Thema." Erst im Sommer werde es eines, betonte Sammer.

Alles gesagt?

Einstweilen gelte: "Der Spieler hat dazu alles gesagt, wir haben dazu alles gesagt. Er ist im Moment Spieler von Borussia Dortmund, und das Verhältnis zu Dortmund ist sehr gut." Und so teilte dann auch Lewandowski via Facebook mit, dass er bis zum Sommer keine Fragen zur Zukunft beim FC Bayern beantworten werde.

Der Pole hatte an der Säbener Straße im Beisein von Sammer und Rummenigge einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet, der ihm ab Sommer insgesamt rund 60 Millionen Euro einbringen soll. In München könnte nun die Position von Mario Mandzukic zur Debatte stehen. Rummenigge beeilte sich deshalb, über das hauseigene Internet-Fernsehen zu betonen, dass Lewandowskis Kommen keinesfalls mit dem Abschied des Kroaten verbunden sei. Er sei "ein großartiger Spieler, der sich prächtig entwickelt hat", und der FC Bayern sei deshalb "durchaus bereit, über eine vorzeitige Vertragsverlängerung nachzudenken".

Mandzukic "ein starker Spieler"

Ein Abgang von Bayerns derzeitigem Top-Stürmer ist auch aus Guardiolas Sicht kein Thema. "Er bleibt hier", betonte der Katalane, der keine Verunsicherung Mandzukics befürchtet: "Er ist ein starker Spieler. Mario war und ist unser Top-Scorer, er war bisher sehr, sehr wichtig und hat uns mit seinen Toren geholfen".

Helfen sollen recht bald auch wieder Bastian Schweinsteiger und Arjen Robben. Mit den Genesungsfortschritten der beiden Leistungsträger ist Guardiola zufrieden. "Es ist viel, viel besser", sagte er über Schweinsteiger, der sich nach einer Verletzung am Sprunggelenk wie Robben noch im individuellen Aufbautraining befindet. Über den Niederländer, der im Dezember eine Knieverletzung erlitten hatte, habe er "eine ähnliche Antwort wie bei Basti".

Pep "in love with Arjen"

Generell ist Guardiola sehr froh, dass beide Spieler mit nach Doha reisen konnten. "Das ist für mich sehr wichtig", sagte er. Es sei gleichwohl noch ein Prozess, beide bräuchten "vielleicht ein bisschen mehr Zeit". Daher wollte der Spanier auch keine Prognose über ein mögliches Comeback zum Rückrundenstart bei Borussia Mönchengladbach (24. Januar) abgeben. "Wir haben drei Wochen Zeit, es geht jeden Tag ein bisschen besser".

Besonders die Rückkehr von Robben scheint Guardiola aber herbeizusehnen. "Er hat unglaublich gespielt", sagte er über die Leistungen des Offensivstars in der Hinserie: "Ich hoffe, er kommt so bald wie möglich wieder". Es gebe kaum einen Spieler, der solch eine professionelle Einstellung hätte. "I'm in love with Arjen".

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