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Mit der Vertragsunterzeichnung des polnischen Nationalspielers endet eine Transferposse. Die Bayern erhalten ihren Wunschspieler und verschärfen den Konkurrenzkampf drastisch.

München. Das neue Jahr war gerade einmal vier Tage alt, da machte Robert Lewandowski endlich Nägel mit Köpfen. Der Pole wechselt im Sommer ablösefrei von Borussia Dortmund zum deutschen Rekordmeister Bayern München, wo er am Samstagabend einen Fünfjahresvertrag bis 2019 unterzeichnete. Damit endet ein monatelanges Wechsel-Theater, das zur unendlichen Geschichte zu werden drohte und das Lewandowski selbst wiederholt befeuert hatte.

"Wir sind sehr zufrieden, dass uns dieser Transfer gelungen ist", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge: "Robert Lewandowski ist einer der weltweit besten Stürmer, er wird den Kader des FC Bayern verstärken und uns nochmals einen Schub geben." Am Sonntag wurde Lewandowski zum Trainingsauftakt des BVB in Dortmund zurückerwartet.

Ende einer Posse

Bereits am frühen Samstagnachmittag waren Informationen durchgesickert, der 25-Jährige halte sich zum obligatorischen Medizincheck in der Praxis von Bayern-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt auf. Am Abend folgte dann die offizielle Bestätigung dessen, was seit Monaten hinter vorgehaltener Hand als sicher galt: Lewandowski tauscht "Echte Liebe" gegen "Mia san mia".

Mit dem Wechsel endet ein Tohuwabohu, das sich über das gesamte vergangene Jahr hingezogen hatte. Die jüngsten Informationen brachte zunächst der polnische TV-Journalist Mateusz Borek in Umlauf. Nach Lewandowskis Auftritt in dessen Sendung "Cafe Futbol" am vergangegen Sonntag im polnischen Fernsehen, bei dem der Stürmer noch halbherzig abgewiegelt hatte, twitterte Borek hinterher, Lewandowski habe den Bayern sein Wort gegeben. Das nur mehr winzige Fragezeichen hinter dem Wechsel werde in Kürze in ein dickes, rotes Ausrufezeichen verwandelt.

Konkurrenzkampf verschärft sich

Die Bayern bekommen nun ihren Wunschstürmer und verschärfen damit die Konkurrenz im Angriff immens. Neben Mario Mandzukic (27), der zuletzt mit Italiens Rekordmeister Juventus Turin in Verbindung gebracht wurde, tummelt sich auch Routinier und Publikumsliebling Claudio Pizarro (35) im Sturmzentrum - Guardiola lässt zudem häufig mit der "falschen Neun", einem hängenden Offensivspieler in der Mitte, agieren. Doch der Rekordmeister bekommt auch einen Spieler, der während des sich anbahnenden Transfers mehr und mehr fremdgesteuert wirkte.

Seit Monaten versuchten Lewandowskis Berater Cezary Kucharski und Maik Barthel den Wechsel ihres Klienten nach München trotz bestehenden Vertrages in Dortmund zu forcieren. Über diverse Medien wurde Druck auf die Verantwortlichen des BVB ausgeübt. Auch ein Wechsel zum spanischen Rekordmeister Real Madrid wurde von Lewandowskis Landsmann Kucharski plötzlich ins Spiel gebracht. Lewandowski und seine Entourage beriefen sich dabei immer wieder auf eine Zusage seitens der BVB-Verantwortlichen, der Pole dürfe bei einem bestimmten Angebot gehen.

Vorzeitiger Wechsel noch möglich

Im Juli ließ sich Lewandowski gar zu der Aussage hinreißen, sein aktueller Verein spiele ihm übel mit. "Ehrlich gesagt fühle ich mich von Borussia betrogen", sagte der Torjäger der polnischen Zeitung Fakt: "Ich gebe immer alles, aber dass sie mich behalten, ist nicht fair." Lewandowski drohte gar, es werde eine Zeit kommen, "wo ich mit schlechter Stimmung zum Spiel kommen werde". In Dortmund bemühte man sich um Sachlichkeit und verwies stets auf die bestehenden Vertragsverhältnisse.

Nun hat Lewandowski selbst Klarheit geschaffen. Fraglich ist, ob er in der Rückserie auch wirklich für Schwarz-Gelb aufläuft, oder vorzeitig an die Isar wechselt. Es wäre für den BVB die letzte Möglichkeit, Geld für den Stürmer zu erlösen.

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