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Beim 1. FC Nürnberg ist immer noch kein neuer Cheftrainer in Sicht. Jetzt sind die Aktien von Österreichs Teamchef Marcel Koller gestiegen.

Nürnberg/Stockholm. Über Stockholm und Torshavn nach Nürnberg - für Marcel Koller eine mögliche Flugroute auf dem Weg zum Trainerjob beim Bundesligisten 1. FC Nürnberg. Der Schweizer Fußballlehrer, der schon beim 1. FC Köln und dem VfL Bochum Deutschland-Erfahrung sammelte und derzeit Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft ist, gilt mittlerweile als Topfavorit auf den Posten als Nachfolger von Michael Wiesinger.

Österreichs Nationalteam hatte am Freitag durch ein 1:2 in Stockholm gegen Schweden seine WM-Chancen verspielt, am Dienstag steht das letzte WM-Qualifikationsspiel auf den Färöern in Torshavn auf dem Programm. Der Zeitung Österreich sagte Koller auf Nachfrage, ob er schon mit den Franken einig sei: "Dazu kann ich nichts sagen. Ich sitze hier in Stockholm. Es ist noch nichts fixiert."

Kollers Vertrag läuft bis Dezember

In Österreich hatte die Diskussion um Koller zusätzlichen Zündstoff erhalten. Verbands-Chef Leo Windtner hatte schon vor der Niederlage gegen Schweden geäußert, dass der Vertrag mit Koller nur noch bis zum 31. Oktober laufe.

Koller widersprach sofort: "Da muss ich den Präsidenten korrigieren. Ich habe einen Kontrakt bis Ende Dezember." Windtner stimmte kleinlaut zu, es habe ein Missverständnis gegeben. Die Verhandlungen des österreichischen Fußball-Bundes mit Koller haben jedenfalls bislang zu keinem Ergebnis geführt. Somit steigen die Chancen der Nürnberger, Koller zu bekommen - wenn auch erst Mitte kommender Woche. Die Mitgliederversammlung am Montag (ab 18.30 Uhr) verspricht beim Club viel Brisanz.

Der ÖFB zeigte sich überrascht über die Spekulationen in deutschen Medien. "Die österreichische Nationalelf müsste für ihn attraktiver sein als ein deutscher Nachzügler", äußerte Windtner im Blatt Österreich.

ÖFB-Chef Windtner: Nationalelf attraktiver als Nürnberg

Der einstmals ruhmreiche Club lässt sich derweil bei der Suche nach dem neuen Chefcoach jedenfalls nicht unter Druck setzen. "Wir lassen uns die Zeit, führen viele Gespräche, suchen nicht die schnellste Lösung. Der Trainer muss zu unserem Verein passen", betonte Club-Sportdirektor Martin Bader im Onlineportal Sport1.

"Christian Gross war einer von mehreren Kandidaten, mit denen wir sprechen. Sämtliche Gespräche werden grundsätzlich ergebnisoffen geführt. Viele Komponenten müssen stimmen", so Bader.

Letztlich sei man mit dem Schweizer "nicht zusammengekommen". Ob es mit dem anderen Schweizer, also Koller, schon Gespräche gab: "Alle Namen, die kolportiert werden, kommentieren wir nicht."

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