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Wechsel zu Bayern? Robert Lewandowski rudert zurück

Der Dortmunder hat dementiert, dass sein Wechsel zum FC Bayern bereits perfekt ist. E-Mails zwischen der BVB-Führung und Lewandowskis Beratern sorgen derweil für Verwirrung.

Dortmund. Borussia Dortmunds Angreifer Robert Lewandowski hat seine Aussage nach dem Sieg im Pokalspiel bei 1860 München (2:0 nach Verlängerung) relativiert. Der Pole beteuerte, dass sein Wechsel zu Bayern München keineswegs perfekt sei. Derweil sind vertrauliche E-Mails zwischen der BVB-Führung und Lewandowskis Beratern aufgetaucht.

"Nachdem ich das Video von meinem Interview noch mal gesehen habe, habe ich mich erschrocken. Eigentlich wollte ich direkt nach dem Spiel nur zum Ausdruck bringen, dass ich frühestens im Januar einen neuen Vertrag unterschreiben kann", sagte Lewandowski der Sport Bild.

Er habe lediglich eine Journalistenfrage beantworten wollen, wann er zu seiner Zukunft Stellung beziehen werde. Definitiv sei allerdings, dass er den BVB im Sommer verlassen wolle. "Alles Weitere kann ich erst ab Anfang Januar sagen", erklärte er weiter.

Auf die Frage, ob er im Januar endlich seinen anvisierten Wechsel zum FC Bayern bekanntgeben könne, hatte Lewandowski zuvor geantwortet: "Ja. Weil ich dann auch offiziell den Vertrag unterschreiben kann."

"Spiegel": Lewandowski hatte Wechsel-Zusage

Laut dem Nachrichtenmagazin Spiegel sind derweil E-Mails aufgetaucht, in denen BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im März den Lewandowski-Beratern Cezary Kucharski und Maik Barthel zugesichert haben soll, dass der Angreifer im Sommer 2013 für 25 Millionen Euro Ablöse den Verein verlassen darf.

In einer Mail an die Berater schrieb der Jurist Tom Eilers in Bezug auf BVB-Sportdirektor Michael Zorc offenbar: "Insoweit hat er mir gegenüber klargestellt und auch bestätigt, dass der BVB bereit ist, Robert im Sommer gehen zu lassen, wenn bis zum 15. Mai spätestens ein Transfervertrag zustande kommt. Er hat mir versichert, dass diese Zusage gilt, aber nicht schriftlich seitens des BVB bestätigt werden wird."

Watzke sprach von Missverständnis

Geschäftsführer Watzke bezeichnete diese E-Mail gegenüber dem Magazin jedoch als Missverständnis: "Wir sehen ein, dass wir mit einer solchen Formulierung vielleicht Erwartungen geweckt haben. Das wird uns in Zukunft nicht mehr passieren."

Derweil soll Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge Watzke bei einem Treffen im Juli auf Sylt 85 000 Euro für jeden verbliebenen Tag des Lewandowski-Vertrags geboten haben.

Der BVB reagierte, indem er Lewandowskis Bezüge bis zum Vertragsende im Juni 2014 deutlich anhob. Dabei hat der Verein in der Angebots-Mail den Polen offenbar darum gebeten, "dass wir uns auf eine gemeinsame, harmonische Außendarstellung verständigen, bei der wir die Vergangenheit ruhen lassen".

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