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Der UEFA-Präsident will in Zukunft an Verbesserungen im Transferwesen anregen - und hat nebenbei auch einmal mehr die Einführung der Torlinien-Technik kritisiert.

Monaco. Michel Platini, Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), hat das weltweite Transfersystem heftig kritisiert.

"Die Spieler werden zu Handelsware"

"Heute gehören viele Spieler ja nicht einmal den Klubs, sondern Unternehmen oder Investoren. Das ist eine Schande, es ist ein großes Geschäft geworden", sagte der 58-Jährige in Monaco: "Die Spieler werden damit zu Handelsware. Wir, und vor allem die FIFA (Fußball-Weltverband, die Red.), müssen uns etwas Gesünderes überlegen."

Auch die Möglichkeit, während der Saison den Verein zu wechseln, ist laut Platini nicht optimal. "Es muss Überlegungen zum Winter-Transferfenster geben", sagte der Franzose: "Innerhalb von vier Monaten nach dem Saisonstart kann ein Spieler den Klub wechseln. Da läuft etwas schief."

"Torlinientechnik nicht zu 100% sicher"

Zudem übte Platini erneut scharfe Kritik an der Einführung der Torlinien-Technik. "Wir haben die Büchse der Pandora geöffnet, wie ich es immer gesagt habe", sagte Platini: "Bald wollen wir diese Technik auch für Abseits, Ecken und Einwürfe. Ich erinnere außerdem daran, dass sie nicht zu 100 Prozent sicher ist."

Trotzdem schloss er nicht aus, dass der Video-Beweis bei der EM 2016 in Frankreich zum Einsatz kommt: "Aber sicherlich nicht in der Champions oder Europa League. Das wäre viel zu teuer."

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