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Eren Derdiyok versucht trotz seiner Aussortierung in Hoffenheim ruhig zu bleiben, betont aber sein Unverständnis. Ein Wechsel ist wohl nicht in Sicht.

Sinsheim. Eren Derdiyok hat akzeptiert, dass die TSG 1899 Hoffenheim nicht mehr mit ihm plant. Der Schweizer kann die Entscheidung allerdings nicht verstehen. Von einem baldigen Transfer geht er nicht aus, dennoch bleibt der Stürmer angesichts seines gültigen Vertrages gelassen.

"Habe mich immer korrekt verhalten"

Bereits seit einigen Wochen arbeiten die in Hoffenheim aussortierten Eren Derdiyok, Tim Wiese, Tobias Weis, Edson Braafheid und Matthieu Delpierre in einer von der Mannschaft getrennten Trainingsgruppe und reisten auch nicht mit ins Trainingslager.

"Ich habe mich immer korrekt verhalten", klagte Derdiyok nun im Schweizer Blick, betonte gleichzeitig aber: "Ich muss das Ganze akzeptieren. Ich kann ja nicht Amok laufen oder einen Aufstand machen."

Dennoch könnte Hoffenheim demnächst Ärger bekommen. Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VDV, erklärte zuletzt, dass die Spieler die Möglichkeit hätten, sich in das Training der Mannschaft einzuklagen. Die sogenannte 'Trainingsgruppe 2', in der die aussortierten Spieler trainieren, stehe zudem "rechtlich auf absolut tönernen Füßen".

"Italien reizt mich nicht"

An einen baldigen Wechsel glaubt Derdiyok derzeit jedenfalls nicht. Zuletzt war der Stürmer mit dem Hamburger SV und dem FC Turin in Verbindung gebracht worden, beide Transfers kamen aber nicht zustande. "Der HSV hat zurzeit noch zu viele Spieler, die Hamburger müssen ein paar loswerden. Turin ist kein Thema für mich. Italien reizt mich nicht, Turin spielt immer unten mit", so der Schweizer.

Dennoch bleibt Derdiyok gelassen und kann sich auf Beistand außerhalb des Vereins verlassen: "Meine Familie, meine Freundin, mein Berater. Und schließlich bin ich ja nicht obdachlos oder arbeitslos. Wir sind alle gesund, haben zu essen, eine Wohnung und ein gutes Einkommen."

Derdiyok wechselte im vergangenen Sommer für 5,5 Millionen Euro von Bayer Leverkusen nach Hoffenheim, kam für die TSG aber in 19 Bundesliga-Einsätzen nur auf ein Tor und eine Torvorlage. Zuvor waren ihm bei Bayer in drei Jahren und 112 Pflichtspielen 34 Tore und 16 Vorlagen gelungen. Derdiyoks Vertrag bei Hoffenheim läuft noch bis 2016.

EURE MEINUNG: Wohin sollte der Schweizer wechseln?

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