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Carl Jarchow: Kader-Reduzierung ohne zwangsläufigen Transferstop

HSV tritt Berichterstattung entgegen: "Es gibt keinen Transferstop"

Carl Jarchow: Kader-Reduzierung ohne zwangsläufigen Transferstop

Getty Images

Weil der HSV bis zum Ende der Wechselfrist Überschüsse erwirtschaften muss, soll der Kader verkleinert werden. Allerdings gäbe es, anders als berichtet, keinen Transferstop.

Hamburg. Der finanziell angeschlagene Hamburger SV will seinen Kader Stück für Stück verkleinern, um Kosten einzusparen und Erlöse aus Spielerwechseln zu erzielen. Entgegen zuerst anders lautender Berichte der Bild soll jedoch kein Transferstop für Neuzugänge eingelegt werden.

Verkäufe stehen an - aber kein Transferstop: "Wir liegen in der Zeit"

Vorstandsvorsitzende Carl E. Jarchow wurde am Dienstag wiefolgt in der Bild zitiert: "Das Nächste müssen Verkäufe sein." Das Boulevard-Blatt berichtete anschließend, dass der HSV bis Ende August noch deutlich über zehn Millionen Euro einnehmen muss und titelte: "Neues Millionenloch: Transferstop beim HSV". Von einem Transferstop wie berichtet sei aber keine Rede gewesen, heißt es nun aus Hamburg.

Dienstagabend wandte sich Aufsichtsrat-Mitglied Björn Floberg Thiel via Facebook an die Fans - und gegen den Ton in der Berichterstattung der Bild: "Lasst euch bitte nicht durch die Berichterstattung der Bild irritieren." Weiter: "Wir liegen zur Zeit voll in unserer finanziellen Planung. Es ist generell bekannt, dass wir Spieler abstellen sollen und müssen, um in der Saison 2013/14 eine schwarze Null zu erreichen und uns auch sportlich weiter zu verstärken. Dafür haben wir noch bis zum 31.8. Zeit und daran wird mit Hochdruck gearbeitet."

Weitere Neuzugänge schloss Vorstandsboss Jarchow nicht aus: "Wir sind im Soll. Wir streben eine Kaderverkleinerung an, das geschieht nach und nach. Es gibt keinen Transferstop", wird er von Sky Sport News HD zitiert.

"Gezielte Indiskretionen und Falschmeldungen"

Was Flobergs Richtigstellung außerdem ansprach, sind Unstimmigkeiten innerhalb des HSV-Aufsichtsrats: "Aus meiner Sicht wird hier zum Schaden des gesamten HSV mit gezielten Indiskretionen und Falschmeldungen Stimmung gegen den Vorstand gemacht."

Denn: "Diese Indiskretionen kommen direkt oder indirekt aus dem Aufsichtsrat, was mich wieder mal maßlos schockiert, da hier aus Motiven, die sich mir nicht erschließen, dem HSV geschadet und wieder einmal das Bild vom 'zerstrittenen Club der Ahnungslosen' bedient wird."

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