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Weil der Verein bis zum Ende der Wechselfrist Überschüsse erwirtschaften muss, sollen vorerst keine neuen Spieler kommen. Selbst der HSV-Campus steht zur Diskussion.

Hamburg. Der finanziell angeschlagene Hamburger SV will vorerst auf weitere Neuverpflichtungen verzichten. Da bis zum Ende der Transferperiode Überschüsse erwirtschaftet werden müssen, sollen zunächst Spieler verkauft werden.

"Das Nächste müssen Verkäufe sein", bestätigte der Vorstandsvorsitzende Carl E. Jarchow in der Bild. Die Zeitung berichtet zudem, dass der HSV bis Ende August noch deutlich über zehn Millionen Euro einnehmen muss. Das habe eine gemeinsame Sitzung von Aufsichtsrat und Vorstand ergeben.

Deshalb sei auch der Wechsel von Borussia Dortmunds Verteidiger Lasse Sobiech noch nicht abgeschlossen worden. Dabei betonte der Verteidiger: "Der HSV und ich sind uns seit Wochen einig."

Die Verpflichtung von Roque Santa Cruz sei vor allem aus finanziellen Gründen nicht zustande gekommen, auch gegen den inzwischen perfekt gemachten Transfer von Johan Djourou soll es Widerstand im Aufsichtsrat gegeben haben - dieser habe jedoch schließlich hohe Gehaltseinbußen in Kauf genommen, um in der Hansestadt spielen zu können.

Gehaltsbudget um sieben Millionen Euro überzogen

Für die aktuell 30 Profis im Kader müssten die Hamburger offenbar 48 Millionen Euro Gehalt zahlen, obwohl nur 41 Millionen Euro im Budget vorgesehen sind. Deshalb sollen Marcus Berg, Gojko Kacar, Robert Tesche, Paul Scharner, Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic abgegeben werden, die den Verein allerdings zum Teil nicht verlassen möchten.

Der Verein bemühe sich bereits darum, weitere Einnahmequellen aufzutun. Die internen Vorgaben für Sponsorenverträge und VIP-Einnahmen sollen die Hamburger bislang jedoch um fünf Millionen Euro verfehlen, weshalb mittlerweile sogar der geplante HSV-Campus zur Diskussion stehen soll. Für das neue Nachwuchszentrum hatte der Klub Fan-Anleihen in Höhe von 17,5 Millionen Euro ausgegeben.

Der Hamburger SV beendete die abgelaufene Saison mit 48 Punkten auf Platz sieben der Tabelle und verpasste damit die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Schon im vergangenen Sommer konnten die Hamburger nur mit Unterstützung von Investor Klaus-Michael Kühne den Transfer von Rafael van der Vaart realisieren.

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