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Hans-Joachim Watzke: BVB kann 50 Millionen Euro in Spieler investieren

Der BVB will seine Abgänge kompensieren. Dafür greift man beim Vizemeister tief in die Tasche.

Dortmund. Der deutsche Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund geht mit einem prall gefüllten Geldbeutel auf Spielersuche. Zudem erklärte der BVB-Boss, dass der FC Bayern derzeit die beste Mannschaft der Welt habe.

Bisher haben die Dortmunder nur Sokratis für acht Millionen Euro von Werder Bremen verpflichtet. Mancher Fan wird bereits ein wenig ungeduldig, weshalb Watzke nun beruhigte. Man wolle nach dem Abgang von Mario Götze zum FC Bayern weiterhin "sportlich sehr ambitioniert" bleiben, erklärte der 54-Jährige der Bild.

"Konkret heißt das, dass wir rund 50 Millionen Euro in neue Spieler investieren können - Sokratis inklusive", sagte Watzke. Zudem erläuterte er, warum es für den BVB auf dem Transfermarkt trotz des großen finanziellen Spielraums derzeit noch etwas kompliziert ist: "Mit Geld könnten wir in Verhandlungen mit abgebenden Klubs alles schnell lösen. Aber wir sind nicht nur der sportlichen Ambition verpflichtet, sondern wollen auch wirtschaftlich weiter sinnvoll handeln. Deshalb dauert es in diesem Sommer etwas länger."

Zwei bis drei Offensivspieler sollen her

Klar ist, dass die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp vor allem in der Offensive noch verstärkt werden soll. Watzke kündigte an, "zwei bis drei Spieler für den offensiven Bereich" zu holen, von denen einer "ein reiner Perspektiv-Spieler" sein könnte.

In dieses Profil passt der Armenier Henrikh Mkhitaryan von Schachtjor Donezk rein, der seit Wochen mit der Borussia in Verbindung gebracht wird. "Ich kommentiere keine Namen", meinte Watzke dazu: "Unsere Fans können sich darauf verlassen, dass wir mit einer schlagkräftigen Truppe wieder angreifen werden. Man darf sich nur nicht von zum Teil unsinnigen Gerüchten und anonymer Panikmache in Internet-Foren verrückt machen lassen."

"Bayern hat die beste Mannschaft der Welt"

Watzke erklärte außerdem, dass es für ihn in der kommenden Saison nicht in erster Linie darum gehe, wieder vor dem FC Bayern zu stehen: "Es darf nicht unsere Obsession sein, dass wir an Bayern vorbei müssen! München hat zurzeit die beste Mannschaft der Welt - und das sage ich ohne Neid."

Das durch den Götze-Transfer belastete Verhältnis zwischen dem BVB und den Münchnern sei zudem wieder besser, sagte Watzke. Er habe in der Pause ein längeres Treffen mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge gehabt, wo beschlossen worden sei, das Verhältnis zu "entkrampfen".

"Über Inhalte sage ich nichts", stellte Watzke klar: "Aber: Glauben Sie mir, Rummenigge ist besonnen genug, um zu wissen, dass es nicht förderlich wäre, wenn der Marktführer den aktuell vielleicht beliebtesten Verein Deutschlands kaputt machen wollen würde. Darum geht es den Bayern absolut nicht. Das ist Quatsch."

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