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Woran hängen die Dortmunder Transferbemühungen? BVB-Chef Watzke erklärt die Gründe, steckt seinem Klub aber weiterhin hohe Ziele.

Dortmund. Die Fans von Champions-League-Finalist Borussia Dortmund warten nach wie vor auf namhafte Verstärkungen für die neue Saison. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verspricht dennoch weiterhin einen auch in der Breite verbesserten Kader und sieht Probleme vor allem im auf dem Transfermarkt prominenten Status der Borussia.

Watzke erklärt Problem

"Das Problem ist: Sobald unser Interesse an einem Spieler publik wird, gibt es zehn andere Klubs, die sagen: Mein Gott, wenn Borussia Dortmund den haben will, dann muss der außergewöhnlich gut sein", erklärte Watzke im Interview mit Sport 1.

Darüber hinaus ist bekannt, dass der BVB durch den Verkauf von Offensivspieler Mario Götze für rund 37 Millionen Euro zum FC Bayern München sowie die Einnahmen in der vergangenen Champions-League-Saison über entsprechende finanzielle Mittel verfügt: "Die abgebenden Klubs können schon einschätzen, was wir können und was wir nicht können. Wir können auch einschätzen, was wir wollen und was wir nicht wollen."

"Wir sind ja nicht völlig ahnungslos"

Dennoch soll der Kader künftig auch in der Breite verstärkt werden: "Wir werden sukzessive versuchen, auch da mehr Qualität zuzufügen. Wir sind ja nicht völlig ahnungslos, dass wir das nicht wüssten."

Nach wie vor unklar ist derweil die Nachfolge für Götze. Unter anderem Christian Eriksen (Ajax Amsterdam) und Henrikh Mkhitaryan (Schachtjor Donezk) wurden hierfür zuletzt mit dem BVB in Verbindung gebracht. "Wir werden alles versuchen, um uns auf dieser Position zu verstärken. Aber Mario ist eins zu eins schwer zu ersetzen, er ist eines der größten Talente im Weltfußball", betonte Watzke.

Erwartungshaltung soll niedrig bleiben

Dementsprechend niedrig will der 54-Jährige die Erwartungshaltung beim BVB ansetzen: "Es gilt jetzt zu erreichen, dass wir nachhaltig in Europa dabei sind. Das heißt aber nicht, dass wir jedes zweite Jahr ins Finale kommen werden."

Zumal die großen Klubs in der vergangenen Saison irritiert gewesen seien, "dass so ein Finale zustande gekommen ist. Daher ist schon eine extreme Gegenreaktion erkennbar. Trotzdem müssen wir uns schon zum Ziel setzen, künftig häufiger in der zweiten Saisonhälfte der Champions League dabei zu sein."

Bislang verpflichtete der BVB in der laufenden Transferperiode lediglich Innenverteidiger Sokratis von Werder Bremen. Dagegen verließen mit den Offensivspielern Mario Götze, Moritz Leitner, Leonardo Bittencourt und Daniel Ginczek sowie den Abwehrspielern Julian Koch, Felipe Santana und Patrick Owomoyela bereits sieben Spieler den Verein. Seine Saisonvorbereitung startet der BVB am 3. Juli.

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