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DFB entscheidet über Dutt-Freigabe für Werder Bremen

Der Verband bestätigt die Bitte des Sportdirektors um Freistellung. Werder Bremen buhlt ausdrücklich um Dutt - er würde Nachfolger von Werder-Ikone Thomas Schaaf werden.

Bremen. DFB-Sportdirektor Robin Dutt hat um seine Freigabe beim Verband gebeten, um neuer Trainer von Werder Bremen zu Werden. Das bestätigte der DFB am Donnerstagmittag. Eine Entscheidung soll allerdings erst in der kommenden Woche fallen.

Eine Woche nach dem Abgang von Trainer Thomas Schaaf hat Werder Bremen mit Robin Dutt einen Nachfolger gefunden. Noch steht der 48-Jährige allerdings als Sportdirektor in Diensten des DFB.

Bei Werder Bremen knallten die Sektkorken, für den Deutschen Fußball-Bund war es der nächste personelle Tiefschlag: Schon wieder droht dem DFB der Verlust eines leitenden Angestellten - Sportdirektor Robin Dutt ist dem Reiz der Bundesliga erlegen. Der 48-Jährige will den Trainerposten an der Weser und damit das Erbe von Thomas Schaaf antreten.

"Wir hoffen sehr, dass es zu einer Freigabe durch den DFB kommt. Wir hatten mit Robin Dutt sehr gute Gespräche. Er ist unser Wunschkandidat für den Trainerposten", sagte Werder-Sportdirektor Thomas Eichin. Der DFB kündigte an, aufgrund der Bedeutung des Postens erst in der kommenden Woche über eine Freigabe für Dutt zu entscheiden.

"Er erfüllt alle Kriterien, die wir für einen Neuanfang aufgestellt haben. Er kennt sich bestens im Nachwuchsbereich aus, kann auf gute Talentförderung verweisen und hat in der Bundesliga bereits nachgewiesen, dass er eine solche Aufgabe erfolgreich meistern kann", sagte Eichin. Bereits am Mittwoch war die Bremer Geschäftsführung nach Stuttgart gereist, um mit Dutt über eine gemeinsame Zukunft zu sprechen.

Dutt ersuchte am Donnerstag beim DFB um seine Freigabe, der Vertrag hat noch eine Laufzeit bis 2016. Anschließend rief die Geschäftsführung von Werder Bremen bei DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und bei -Generalsekretär Helmut Sandrock an und bat darum, den 48-Jährigen für ein Engagement in der Hansestadt freizugeben.

Bei den Verantwortlichen des DFB in der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt/Main dürfte die Überraschung groß gewesen sein. Erst vor zehn Monaten hatte Dutt die Nachfolge von Matthias Sammer (Sportvorstand Bayern München) beim Verband angetreten.

Noch im Januar hatte er vollmundig eine goldene gemeinsame Zukunft prophezeit. "Wenn wir es so machen, wie ich es mir vorstelle, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir Erfolg haben. Titel werden dann unausweichlich sein", hatte Dutt gesagt. Knapp vier Monate später war der Reiz der Bundesliga größer als sein Posten beim DFB.

Die DFB-Chefetage befindet sich nun in einer Zwickmühle. Nach dem Abgang von Matthias Sammer zum FC Bayern im Juli 2012 müsste der größte Sportfachverband der Welt (6,8 Millionen Mitglieder) die wichtige Position innerhalb nur eines Jahres zum zweiten Mal neu besetzen. Eine kontinuierliche Arbeit ist so kaum möglich. Ob es aber Sinn macht, den abwanderungswilligen Dutt zu halten, erscheint äußerst fraglich.

Vor seiner Tätigkeit beim DFB hatte der gebürtige Kölner den SC Freiburg und Bayer Leverkusen gecoacht. Während er im Breisgau erfolgreich arbeitete und im Jahr 2009 den Bundesliga-Aufstieg mit dem Sportclub feierte, musste er in Leverkusen im April 2012 nach rund einem Jahr seinen Posten räumen.

Der Wunschkandidat wartet nun wie Werder Bremen auf grünes Licht vom DFB. Klarheit gibt es in Bremen dagegen in einer anderen Personalie. Die Grün-Weißen verpflichteten Angreifer Nils Petersen von Bayern München, bisher war er nur ausgeliehen. Seit Donnerstag weiß der 24-Jährige auch, wer sein Trainer werden soll.


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