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Der frühere Hannover-Manager steht nach eigenen Aussagen in Gesprächen mit den HSV-Verantwortlichen - und gibt sich alles andere als abgeneigt: "Wäre eine tolle Herausforderung."

Hamburg. Jörg Schmadtke wird den Ausflug nach Wembley genießen. Denn wenn der 49-Jährige am Freitag per Flieger zum deutschen Champions-League-Finale gen London abhebt, könnte es vorerst sein letzter Urlaubstrip sein. Der Ex-Manager von Hannover 96 steht vor einem Engagement beim Hamburger SV, der vor einer Verpflichtung von Jörg Schmadtke steht. Der 49-Jährige könnte bei den Norddeutschen schon am Wochenende die Nachfolge des entlassenen Frank Arnesen antreten.

"Innerhalb der nächsten 14 Tage wird eine Entscheidung fallen. In der jetzigen Phase braucht der Klub Planungssicherheit", sagte Schmadtke dem SID. Der ehemalige Torhüter soll bei den Norddeutschen die Nachfolge des am Mittwoch entlassenen Frank Arnesen antreten. Bei einer Sitzung des HSV-Aufsichtsrates am Sonntag wird es wohl spätestens eine Entscheidung geben.

Nur fünf Wochen nach seiner Freistellung in Hannover, wo er von 2009 bis 2013 sehr erfolgreich gearbeitet hatte, brennt der gebürtige Düsseldorfer auf eine neue Aufgabe. Nach Gesprächen mit dem Aufsichtsrat bezeichnete er den HSV als großen, traditionsreichen Verein, der "eine tolle Herausforderung" wäre. "Ich bin frisch, voller Tatendrang und bereit für eine neue Herausforderung", sagte Schmadtke, der genau ins Anforderungsprofil der klammen Hanseaten passt.

Die Transfers, die Schmadtke in seiner Zeit in Hannover abwickelte, saßen in den meisten Fällen. Er war es, der Spieler wie Mame Diouf, Didier Ya Konan und Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler in die niedersächsische Landeshauptstadt lotste. Der Manager schaffte es, einen starken Kader für das System von 96-Coach Mirko Slomka zusammenzustellen.

Schmadtkes wohl einzig noch verbliebener Konkurrent um die Besetzung des Vorstandspostens ist HSV-Idol Felix Magath, der die Hamburger 1983 zum Sieg im Europapokal der Landesmeister geschossen hat. Auch mit dem Schwergewicht der Fußball-Szene haben sich Teile des Aufsichtsrates zu Sondierungsgesprächen getroffen. Allerdings erscheint es fraglich, ob der Ex-Trainer von Bayern München, Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg im elfköpfigen Gremium eine Zwei-Drittel-Mehrheit erhalten würde.

Frank Arnesen war diese Mehrheit am Ende abhanden gekommen. Nach einem Gespräch mit Aufsichtsratsboss Manfred Ertel trennte sich der HSV am späten Mittwochabend offiziell vom früheren Nachwuchsleiter des FC Chelsea. Der Vertrag wurde aufgelöst.

"Hintergrund für die Entscheidung sind neben finanziellen Überlegungen auch unterschiedliche Auffassungen über die langfristige sportliche Ausrichtung des Vereins", hieß es in der HSV-Stellungnahme. Die hohen Erwartungen konnte der als Hoffnungsträger verpflichtete Arnesen, der mit einem kolportierten Jahreseinkommen von 1,8 Millionen Euro zu den Top-Verdienern der Branche zählte, nicht erfüllen.

Mit hohen Erwartungen wird auch der neue starke Mann beim HSV konfrontiert sein. Denn nach vier Spielzeiten ohne Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb will der Klub endlich wieder in die Bundesliga-Spitze vorstoßen.

EURE MEINUNG: Wäre Schmadtke der Richtige für den HSV?

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