thumbnail Hallo,

Leverkusen will Sokratis: Eichin drückt auf die Bremse

Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hatte erwähnt, dass der Wechsel des Griechen Sokratis kurz bevorstehe. Werder-Sportchef Thomas Eichin will jedoch nichts davon wissen.

Bremen. Seit dem letzten Wochenende steht der Klassenerhalt von Werder Bremen fest. Nun muss der neue Sportchef Thomas Eichin den Kader für die nächste Saison zusammenstellen. Bayer Leverkusen will den Bremer Verteidiger Sokratis holen, doch Eichin drückt dabei auf die Bremse.

Keine Einigung in Sicht

Während Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser gegenüber der BILD von einem unmittelbar bevorstehenden Transfer sprach, wies Eichin einen solchen vorerst zurück: "Was da an Aussagen aus Leverkusen gekommen ist, irritiert mich schon."

Weiter meinte der 46-Jährige über die Verhandlungen: "Wir liegen meilenweit auseinander. Deshalb muss ich über diese Geschichte eigentlich gar nicht nachdenken. Sokratis hat bei uns einen Vertrag bis 2016. Da müsste ein Angebot mindestens im zweistelligen Millionen-Bereich liegen, damit wir uns damit überhaupt beschäftigen würden. Was Bayer Leverkusen angedacht hat, ist weit weg von unseren Vorstellungen."

Dabei hatte sich Holzhäuser vor einigen Tagen noch sehr positiv zu den Verhandlungen um den Griechen geäußert. " Wir haben mit seinem Berater eine ziemliche Deckungsgleichheit", meinte er selbstbewusst, gab jedoch zu: "Noch müssen wir mit Werder einige Gespräche führen, weil uns die Ablöseforderung bislang zu hoch ist.''

Werder lässt sich nicht beeindrucken

Der öffentliche Vorstoß verfehlte sein Ziel den SV Werder Bremen unter Druck zu setzen. "Ich sitze ganz locker auf meinem Stuhl'', behauptete Eichin und erläuterte weiter: "Der Spieler hat einen langfristigen Vertrag bei uns. Und wir würde ihn gerne behalten. Aber es gibt viele Interessenten. Wenn es ein Angebot gibt, mit dem wir uns aus wirtschaftlichen Gründen beschäftigen müssen, dann werden wir das tun." Mit dem Spieler selbst hat Werders Sportchef auch schon längst gesprochen: "Es ist doch klar, dass er sich Gedanken macht. Er ist Nationalspieler und will gerne Champions League spielen. Aber wenn er bei uns bleibt, dann wird er das akzeptieren und weiter gute Leistungen bringen."

Sokratis von einem Wechsel wohl nicht abgeneigt

Der 24-jährige ging mit den Gerüchten sehr professionell um und vermied es ein grosses Feuer zu entfachen. "Was ich will, ist erst einmal nicht entscheidend. Entscheidend ist, was der Klub will, denn ich habe einen Vertrag bis 2016. Wenn ich sage, ich will gehen, der Klub aber sagt, ich muss bleiben, dann bleibe ich", meinte der vor einem Jahr vom FC Genua gekommene Innenverteidiger.

Einen direkten Kontakt zum Werksklub habe es nicht gegeben, versicherte Sokratis, fügte jedoch hinzu: "Leverkusen hat eine sehr gute Mannschaft und ist für ausländische Spieler sehr interessant, weil sie fast immer international spielen." In der Vergangenheit hatte der griechische Nationalspieler zudem immer wieder erwähnt, er wolle sich auch auf internationaler Bühne präsentieren.

Mit seinem aktuellen Verein SV Werder Bremen hat der starke Innenverteidiger nun bereits zum zweiten Mal in Folge das internationale Geschäft verpasst. Deshalb ist ein Wechsel zu einem in Europa vertretenen Verein nicht auszuschließen.

Werder im Umbau

Bremen würde zwar nach Kevin De Bruyne (nur bis im Sommer von Chelsea ausgeliehen) noch einen zweiten Leistungsträger verlieren, aber dafür wichtige finanzielle Mittel für den Umbau der Mannschaft gewinnen. Sokratis rechnet mit einem baldigen Ende des Transfer-Pokers: "Ich denke, in den nächsten Tagen wird es Neuigkeiten geben."

EURE MEINUNG: Soll Werder Sokratis an Leverkusen abgeben?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig