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FC Schalke 04: Horst Heldt bestätigt Ausstiegsklausel bei Julian Draxler

Als der Verein die Vertragsverlängerung von Julian Draxler bekannt gab, jubelte jeder auf Schalke. Horst Heldt bestätigte nun allerdings indirekt eine Ausstiegsklausel im Kontrakt.

Gelsenkirchen. Horst Heldt, Sportdirektor beim FC Schalke 04, hat indirekt bestätigt, dass der neue Vertrag für Nationalspieler Julian Draxler eine Ausstiegsklausel enthält.

Heldt bestätigt Ausstiegsklausel bei Draxler indirekt

Er bekommt ein paar Millionen Euro mehr, spielt künftig mit der "10" auf dem Rücken und soll sogar das Transfergeschäft ankurbeln: Julian Draxler trägt nach seiner Vertragsverlängerung endgültig alle Schalker Hoffnungen auf seinen Schultern. Narrenfreiheit hat er aber noch nicht. Die Frage nach einer Ausstiegsklausel in seinem neuen Vertrag durfte der 19-Jährige während der Pressekonferenz nicht selbst beantworten - Sportdirektor Horst Heldt fiel ihm ins Wort.

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"Sollte Julian den Verein vorzeitig verlassen, will ich nicht unbedingt sagen, dass wir ein neues Stadion bauen könnten, aber wir könnten stolz sein, was der Junge dann auch finanziell für den Verein gebracht hätte. Das hätte sich dann schon gewaschen", sagte Heldt. Es wäre eine Summe, die selbst Bayern München nicht mal eben vom Festgeldkonto abhebt.

Draxler: "Schalke ist eine Herzensangelegenheit"

Doch der Nationalspieler ließ nicht die geringsten Zweifel aufkommen, dass er sich wünschen würde, noch lange im königsblauen Trikot zu spielen. "Schalke ist für mich eine Herzensangelegenheit. Die sportliche Perspektive sehe ich sehr deutlich. Ich sehe mich hier am richtigen Ort", sagte der hoch veranlagte Offensiv-Allrounder, der das Wort Titel in diesem Zusammenhang "bewusst nicht benutzen" wollte. "Viele wichtige Verträge sind verlängert worden, wir sind auf einem guten Weg. Ich habe auf Schalke verlängert, um etwas Großes mit aufzubauen", ergänzte der Ur-Schalker (seit 2001 im Klub), der in der kommenden Saison statt der Rückennummer 31 die "10" des Regisseurs tragen wird.

Heldt sprach von einem "Riesenschritt". Draxler sei bei zahlreichen Topklubs "heiß begehrt", aber "durch und durch blau und weiß". Man sei sehr stolz, einen so starken Spieler langfristig zu binden. Der Sportdirektor verspricht sich nun sogar einen Effekt für anstehende Verhandlungen: "Wir haben ein gutes Gerüst für die Zukunft aufgebaut. Das interessiert natürlich auch externe Spieler, die sich vorstellen können, für Schalke zu spielen." Vor Draxler hatte Schalke unter anderem mit Ausnahmetalent Max Meyer (bis 2017), Abwehrspieler Joel Matip (2016) und Kapitän Benedikt Höwedes (2017) verlängert.

Weitere Baustellen warten auf Heldt

Horst Heldt darf zufrieden sein, doch Zeit zum Durchatmen hat er nicht. Bleibt Jens Keller? Kommt Stefan Effenberg oder Mister X? Die Trainerfrage ist nur eine von vielen, die noch unbeantwortet sind. Die Liste der Spieler mit ungeklärter Zukunft ist ellenlang. Heldt könnte so richtig loslegen, wenn am Samstag auch ohne den gelbgesperrten Draxler ein Sieg gegen den VfB Stuttgart gelänge. Schalke hätte dann einen Platz in der Champions-League-Qualifikation sicher. Und Heldt hätte Planungssicherheit, zumindest bis zu den beiden K.o.-Spielen um den Einzug in die Gruppenphase der Königsklasse Ende August, in denen es um gut und gerne 20 Millionen Euro geht.

Der Brasilianer Raffael entpuppt sich im zentralen Mittelfeld immer mehr als Verstärkung, doch er ist nur von Dynamo Moskau ausgeliehen und würde stolze sechs Millionen Euro kosten. Christoph Moritz, Christoph Metzelder und Ibrahim Afellay, deren Verträge auslaufen, werden den Verein verlassen, ebenso mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Angreifer Ciprian Marica. Den Mitläufern Teemu Pukki, Chinedu Obasi und Tranquillo Barnetta dürften bei Angeboten keine Steine in den Weg gelegt werden.



Auch der langzeitverletzte Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos könnte den Klub wohl für die festgeschriebene Ablöse von 22 Millionen Euro verlassen. Felipe Santana steht schon als Ersatz bereit. Der nur eine Million Euro teure Brasilianer vom Erzrivalen Borussia Dortmund gilt neben Christian Clemens (1. FC Köln/3 Millionen) als so gut wie sicherer Neuzugang.

Eine nicht unerhebliche Rolle in den Personalplanungen spielen auch die ausgeliehenen Akteure, die wieder die Ersatzbank besetzen und das Personalkonto belasten würden: Anthony Annan (Osasuna Pamplona), Sergio Escudero (FC Getafe), Jose Manuel Jurado (Spartak Moskau) und Tim Hoogland (VfB Stuttgart). Heldts Verhandlungsgeschick wird gefragt sein.

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