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Sportdirektor Michael Zorc wünscht sich einen Lewandwoski-Wechsel ins Ausland. Edin Dzeko bleibt weiterhin ein Thema. Zudem könnte der BVB einen neuen Rekordumsatz verzeichnen.

Dortmund. Double-Sieger Borussia Dortmund beschäftigt sich bereits intensiv mit potenziellen Neuzugängen. Vieles hängt jedoch von der Personalie Robert Lewandowski ab, erklärte Borussia-Manager Michael Zorc: Sollte der Stürmer den Verein verlassen, müsse gleichwertiger Ersatz verpflichtet werden. Außerdem äußerte er sich zum Vertrag von Mario Götze und den Zielen in der aktuellen Saison.

Im Interview mit der Sport Bild spricht sich Michael Zorc erneut für eine weitere Saison mit Robert Lewandowski aus. Ob es zur Trennung nun 2013 oder 2014 kommt - der BVB-Manager hofft, dass der Pole ins Ausland wechselt: „Er spricht perfekt Deutsch und kann jetzt gerne eine andere Sprache lernen.“

Dzeko als Ersatz?

Der amtierende Deutsche Meister bereitet sich auch auf einen Abgang des Top-Stürmers im Sommer vor. Ein Ersatzkandidat ist Edin Dzeko von Manchester City. Die Ablösesumme soll um die 25 Millionen Euro betragen und könnte bei einem Lewandwoski-Verkauf sicherlich gestemmt werden. Größere Probleme bereiten den Dortmunder dagegen die Gehaltsvorstellungen des Bosniers. Der City-Angreifer besteht weiterhin auf sein zweistelliges Brutto-Gehalt. „Unbestritten ist Edin Dzeko ein interessanter Stürmer“, gibt der 50-Jährige zu. Aber: „Nichtsdestotrotz gibt es auch eine wirtschaftliche Seite.“ Ein Transfer des ehemaligen Wolfsburgers war zuletzt immer wieder dementiert worden.

Lewandowski gehört für Zorc zu den drei besten Mittelstürmern Europas. Sollte er den Verein verlassen, wäre man jedoch vorbereitet: „Sie können davon ausgehen, dass wir unsere Hausaufgaben machen.“ Vor allem der Hannoveraner Mame Diouf wird mit den Westfalen in Verbindung gebracht. „Wir haben deutlich mehr Spieler beobachtet als die, die bisher in den Medien genannt wurden“, kommentiert Zorc das Interesse an weiteren Stürmern.

Neue Verträge für Weidenfeller und Kehl

Doch nicht nur Zu- und Abgänge bereiten Michael Zorc viel Arbeit. Mit Kapitän Sebastian Kehl und Schlussmann Roman Weidenfeller sollen zwei wichtige Säulen der Mannschaft langfristig gebunden werden: „Wir wollen mit beiden verlängern.“

Mario Götze würde Zorc gern auch gleich an den Tisch bitten: „Ich würde Mario am liebsten beim BVB behalten, bis er 35 Jahre alt ist.“ Erst einmal bleibt es aber bei einem Vertrag bis 2016. „Mario ist mit einem Talent gesegnet, das ich in dieser Form beim BVB selten gesehen habe“, schwärmt der BVB-Sportdirektor.

Bayern mit „unfassbar guter Saison“

Die Meisterschaft ist in Dortmund kein Thema mehr. Auch wenn er noch nicht gratulieren möchte, attestiert er dem Konkurrenten Bayern München „vor allem ergebnistechnisch eine unfassbar gute Saison.“ Die Plagiatsvorwürfe gegen die Bayern seien Vergangenheit, so Zorc. Er nimmt seinen Trainer in Schutz: „In der einen oder anderen Situation überzeichnet Jürgen sicher. Er ist aber der beste Botschafter, den sich der BVB vorstellen kann.“

Rekordumsatz von 250 Millionen Euro möglich

Trotz der verpassten Titelverteidigung ist man mit der derzeitigen Saison nicht unzufrieden. Grund dafür ist das Erreichen des Champions-League-Viertelfinals und nicht zuletzt auch das Losglück, welches der Klopp-Elf den spanischen Überraschungsklub FC Malaga bescherte. Das Halbfinale sei ein realistisches Ziel, ebenso der Rekordumsatz von 250 Millionen Euro. „Es sieht gut aus“, erklärte Zorc vielsagend.


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