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Robbie Kruse hat großen Anteil daran, dass Düsseldorf mit dem Abstiegskampf bislang wenig zu tun hat. Nun steht der Australier bei anderen Klubs auf dem Zettel. Der Poker beginnt.

Düsseldorf. Es wird in diesen Tagen und Wochen ja viel über Spielerberater diskutiert. Aufhänger sind die Spekulationen um einen Wechsel von Robert Lewandowski zum FC Bayern, an denen das Berater-Duo des polnischen Nationalstürmers sicher nicht unschuldig ist.

Berater, die das Interesse eines bedeutenden Klubs an ihren Mandanten an die Presse weitergeben, verfolgen entweder das Ziel, den Marktwert des Spielers zu steigern. Oder sie wollen Druck auf den Verein, bei dem ihr Spieler noch unter Vertrag steht, entfachen. Auf die Lewandowski-Agenten trifft wahrscheinlich sogar beides zu.

Jan van Bal könnte genauso handeln, immerhin gehört mit Robbie Kruse einer der aktuell begehrtesten Bundesliga-Spieler zu seinen Mandanten. Der 24 Jahre alte Offensiv-Allrounder steht bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag und zeigt in dieser Saison, dass er das Potenzial hat, ein Großer zu werden. Kruse ist schnell, wendig, ballsicher und hat eine sehr gute Übersicht.

Vier Tore, sechs Vorlagen

Vier Tore hat er in dieser Saison bislang geschossen und sechs vorbereitet, diese Werte spiegeln nicht ganz die Leistungen des australischen Nationalspielers, der meist auf der Außenbahn oder als hängende Spitze wirkt, wider.

Es ist also keine Überraschung, dass Entscheidungsträger in anderen Klubs über eine Verpflichtung Kruses nachdenken. Und es käme genauso wenig unerwartet, wenn Berater van Bal darüber fabulieren würde, wer sich denn da so alles gemeldet hat. Aber der Niederländer sagt im Gespräch mit Goal.com: „Ich gehöre nicht zu den Beratern, die Anfragen für meine Spieler sofort an die Medien weitergeben. Ich wüsste nicht, was das bringen soll. Wenn ein Verein wirklich interessiert ist, wird er sich melden – unabhängig davon, ob es irgendwo in der Zeitung steht.“

Klar sei, so der Berater, dass sich „natürlich“ Klubs erkundigen, wie es mit Kruse, der einen Vertrag bis 2014 besitzt, weitergehen könnte: „Er ist immerhin ein Spieler mit Qualitäten, die es in der Bundesliga nicht oft gibt.“ Aber, nein, über Namen werde er nicht sprechen, „zumal sich Robbie in Düsseldorf sehr, sehr wohl fühlt und dem Verein viel zu verdanken hat.“

Ein alter Bekannter als Neuzugang

Das ist in der Tat richtig. Bis zum Sommer galt Kruse als ganz passabler Zweitliga-Spieler, nach dem Aufstieg verbesserte er sich gewaltig. Bei der Fortuna nennen sie ihn „Neuzugang“. Kruse selbst möchte über seine Zukunftspläne nicht sprechen, er ließ in diesen Tagen in der „Bild“-Zeitung nur durchblicken, dass er im Falle des Abstiegs für die 2. Bundesliga nicht zur Verfügung stehe.

Bekannt ist, dass die Düsseldorfer, die finanziell noch nicht auf Rosen gebettet sind, zum Handeln gezwungen sind. Angesichts der Vertragslaufzeit des Spielers gibt es eigentlich nur zwei Szenarien: Entweder der Klub schafft es, den Kontrakt zu verlängern – die Gespräche laufen –, oder Fortuna kassiert in diesem Sommer für einen Transfer. Dass der Spieler im Sommer 2014 ablösefrei geht, kann sich der Aufsteiger aus wirtschaftlicher Sicht eigentlich nicht leisten.

In Frage für einen Wechsel sollen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach kommen, wobei die Granden beider Klubs die Gerüchte nicht kommentieren wollen. Für den Spieler könnte es Sinn machen, den Vertrag zu verlängern. Acht Monate spielt Kruse jetzt regelmäßig in der Bundesliga. Dass man reif ist, um bei einem Top-Klub zu bestehen, kann man in dieser kurzen Zeit nicht wirklich beweisen.

EURE MEINUNG: Ist Kruse gut genug für einen Top-Klub?

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