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Hamburgs Legende Uwe Seeler ist sauer auf den Hamburger SV. Im Falle des Abgangs seines Enkels Levin Öztunali habe der Verein zu spät reagiert.

Hamburg. Uwe Seeler ist nach dem Abgang seines Enkels Levin Öztunali zu Bayer 04 Leverkusen erbost über die Verantwortlichen beim Hamburger SV. Das HSV-Idol macht vor allem Sportdirektor Frank Arnesen Vorwürfe.

Öztunali unterschrieb einen Vertrag bis 2018 bei Bayer. Das 16-jährige Talent kassiert dabei insgesamt 1,7 Millionen Euro. Der HSV bot 800 000 Euro für drei Jahre an.

„Es ist armselig, was mit meinem Enkel passiert ist. Die ganze Sache hat nichts mit Geld zu tun. Ich kenne die Hintergründe. Beim HSV reagiert man oft viel zu spät. Ich stehe voll hinter Levins Entscheidung. Sie ist reiflich überlegt“, so Seeler zur Bild am Sonntag.

Seeler kritisiert Arnesens Wortwahl

Arnesen sagte vor der Entscheidung von Öztunali: „Es liegt an Levin, ob er sich für die Ausbildung und Familie oder fürs Geld entscheidet.“ Dem entgegnete nun Seeler mit den Worten: „Der Sportchef sollte sich gut überlegen, was er so von sich gibt.“

Vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt kommentierte Arnesen bei Sky die Entscheidung des Jugendnationalspielers: „Du kannst nicht alle Kämpfe gewinnen, und den um Levin haben wir verloren. Wenn er nach Leverkusen gehen will, dann ist das seine Wahl. Ich bin nicht enttäuscht, weil wir ihm eine Perspektive geboten haben. Und es war seine Entscheidung. Wenn wir das nicht getan hätten, wäre ich enttäuscht gewesen.“

Arnesen hatte die Vertragsgespräche mit den beiden Top-Talenten Jonathan Tah und Öztunali zuvor zur Chefsache erklärt. Immerhin konnte der HSV bei Tah Manchester United und den FC Arsenal ausstechen und den Abwehrspieler bis 2016 binden. Öztunali entschied sich gegen die Hamburger. Nach der Entscheidung wurde er aus Hamburgs U-19 geworfen und bis zum Ende der Saison in die U-17 versetzt. „Über die Suspendierung ärgere ich mich am meisten. Das geht gar nicht“, sagte Seeler.

Bayer erfreut

Bayer Leverkusen hingegen reibt sich die Hände. „Er sieht bei uns die realistische Chance, sich auf hohem Niveau beweisen zu können. Gestandene Bundesliga-Spieler wie Gonzalo Castro oder Stefan Reinartz stehen stellvertretend dafür, dass unsere Jugendarbeit diese Chance tatsächlich auch ermöglicht“, sagte Bayers Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.

Auch Sportchef Rudi Völler zeigte sich glücklich: „Wir sind überzeugt, dass er sich bei uns hervorragend weiterentwickeln und in naher Zukunft ein prägendes Gesicht der Bayer-Mannschaft werden kann.“

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