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Klinsmann: Guardiola gegen „vier Elefanten“

Nach den positiven Äußerungen zu der Verpflichtung Pep Guardiolas vom FC Bayern gibt es nun die ersten Zweifel. Jürgen Klinsmann sieht Probleme in den unterschiedlichen Strukturen.

Newport Beach. Jürgen Klinsmann hat sich skeptisch zu den Erfolgsaussichten von Pep Guardiola beim FC Bayern München geäußert. Der 48-jährige Nationaltrainer der USA, der in der Saison 2008/2009 selbst Trainer bei den Bayern war, stellte dabei einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Rekordmeister und Guardiolas früherem Klub FC Barcelona heraus.

„Es wird sehr interessant werden, zu sehen, wie er seine Ideen und seine Philosophie bei einem Klub wie Bayern München verwirklichen kann. Dort läuft sehr viel ‚Personen-bezogen‘ ab“, erklärte Klinsmann in einem Interview mit Sports Illustrated.

„Bayern baut nicht auf einer Philosophie auf“

Grund dafür seien die prominenten Namen bei Bayern: „Der Klub wird von drei Elefanten geführt: Beckenbauer, Rummenigge und Hoeness. Und im letzten Sommer haben sie [mit Matthias Sammer] noch einen vierten Elefanten geholt. Alles was dort passiert, baut auf Personen auf.“ Das sei der große Unterschied zum FC Barcelona: „Es baut nicht auf einer Philosophie auf, wie es bei Barcelona der Fall war. Barcelona orientiert sich immer noch an der Vorarbeit von Johan Cruyff von vor über 20 Jahren. Vilanova ist der nächste, der diesen Weg weitergeht.“

Guardiola mit „faszinierender Entscheidung

Klinsmann kann aber verstehen, dass Guardiola die Herausforderung angenommen hat: „Bayern ist eine ganz andere Welt. Aber es ist eine faszinierende Entscheidung von ihm, einfach ins kalte Wasser zu springen und es zu versuchen.“

Klinsmann hatte die Bayern im Sommer 2008 übernommen. Nach einer durchwachsenen Saison war er im April 2009 suspendiert und durch für den Rest der Saison durch den heutigen Trainer Jupp Heynckes ersetzt worden.

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