thumbnail Hallo,

Die Buchmacher favorisieren Bayern München als Pep Guardiolas nächste Station, aber Chelsea, ManCity und Manchester United bleiben Kandidaten.

REPORT
Von Greg Stobart

Noch ist in allen europäischen Ligen viel Zeit, bis die Titel vergeben werden, aber bereits jetzt hat sich die kontinentale Elite im Kampf um die Dienste von Pep Guardiola positioniert.

Der Spanier, der im Moment noch sein Sabbatjahr in New York verbringt, hat bestätigt, dass er in der nächsten Saison auf die Trainerbank zurückkehren will, nachdem er in vier Jahren beim FC Barcelona 14 Titel holte, bevor er im vergangenen Sommer zurücktrat.

Die Vertreter des 41-Jährigen haben inoffizielle Gespräche mit einigen Interessenten geführt, da Guardiolas Entscheidung in den nächsten Monaten fallen soll – Interesse kam aus Bayern und von einer Handvoll Premier-League-Schwergewichte.

Die Berichte, dass Guardiola bereits mit Bayern einig sei und den Verein übernehmen wird, sind weit weg von der Wahrheit, obwohl Goal.com-Quellen Treffen beider Parteien bestätigten, da der Rekordmeister versucht, den ehemaligen Barca-Kapitän als Nachfolger von Jupp Heynckes zu implementieren.

Der Fokus Guardiolas bei seinem nächsten Engagement liegt eher auf dem Projekt als auf irgendwelchen Gehaltsfragen, wobei er bereits seinen Wunsch mitteilte, eine andere Liga und Kultur kennenzulernen nach dem Erfolg, den er in Spanien hatte.

Bayern ist sicherlich der Favorit bei den Buchmachern, Guardiola an Land zu ziehen, und erfüllt eine Reihe seiner Kriterien. In erster Linie ist der FC Bayern ein Klub mit großer Tradition, ebenso großen Ambitionen und darüber hinaus stets in der Lage, um Titel zu kämpfen.

Die Quoten für einen Guardiola-Wechsel in die Bundesliga stürzten am Dienstag ab, trotz Bayerns Dementi, dass eine Vereinbarung bereits getroffen worden sei – und der Coach selbst enthüllte, dass er eine Schwäche für die englische Liga habe.

Sicher gibt es keinen Mangel an Pep-Bewunderern in der Premier League, vorneweg Manchester City, die der Möglichkeit, den besten Trainer auf dem Markt ins Etihad-Stadion zu locken, viel abgewinnen können.

Noch im letzten Sommer hat Roberto Mancini einen Fünfjahresvertrag unterschrieben, doch seine Citizen-Zukunft auf lange Sicht ist immer unsicherer geworden, seit Ferran Soriano als Vorstandschef und Txiki Begiristain als Sportdirektor eingestellt wurden.

Beide Spanier haben in Barcelona eng mit Guardiola zusammengearbeitet, und besonders zu Begiristain soll er ein enges Verhältnis haben, der den Auftrag erhielt, Manchester City zu Champions-League-Erfolgen und Dominanz in England zu führen – und dabei die UEFA-Regeln des Financial Fairplays einzuhalten.

Allerdings ist City nicht das einzige englische Spitzenteam, das im Rennen um Guardiola mitmischt. Zweimal schon hat Roman Abramovic ihm das oft wechselnde Chelsea-Traineramt angeboten – zuerst im Sommer, dann noch einmal, nachdem der Milliardär Roberto di Matteo gefeuert hatte.

Guardiola ist durchaus angetan von der Aussicht, an der Stamford Bridge zu übernehmen und in London zu leben, doch er wurde abgeschreckt von Abramovics Ungeduld und seiner Neigung, Trainer schnell zu entlassen – und davon, dass jeder Trainer der „Blues“ derart im Mittelpunkt steht.

Dann gibt es noch die Aussicht darauf, echten Koryphäen nachzufolgen – bei Arsenal oder Manchester United – und auf dem Erbe von Arsene Wenger oder Sir Alex Ferguson aufzubauen.

Letzten Monat noch enthüllte Goal.com, dass Guardiola privat großes Interesse bekundet habe, der nächste Arsenalcoach zu werden, sollte Wenger sich entschließen, den Weg am Ende der Saison frei zu machen.

Der Franzose ist unter größerem Druck als je zuvor, seit er 1996 dort übernahm, und er sieht Guardiola als den perfekten Trainer, der die Gunners zu alter Größe führen könnte. Im Emirates würde ihm die nötige Zeit sicher gewährt werden, etwas Besonderes in einem gut geführten Klub aufbauen zu können, dessen grundsätzliche fußballerische Ausrichtung zum Stil passt, den Guardiola bei Barcelona praktiziert hat.

Sir Alex hat ebenfalls Guardiola und Mourinho als mögliche Nachfolger genannt, wenn er sich entschließen sollte, seine Zeit im Old Trafford zu beenden. Es gab zuletzt mehr und mehr Anzeichen, dass der Schotte im Sommer vielleicht seinen Hut nehmen könnte, und der 71-Jährige ist sehr darauf bedacht, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wenn er als Trainer in den Ruhestand geht.

Guardiola und Sir Alex haben während der Länderspielpause im September einige Zeit in New York gemeinsam verbracht, und der Spanier hat die Fähigkeiten, den Respekt und das Renomee, diese Herausforderung anzunehmen.

Ferguson und Wenger werden das letzte Wort haben, wenn es um ihre Nachfolge geht, und das Timing ihres Rückzugs ist entscheidend, da beide sicher an ihren bevorzugten Kandidaten übergeben möchten. Guardiola auf dem Markt und auf Jobsuche, eventuell Mourinho ebenfalls verfügbar: Es könnte ein bewegter Sommer für den englischen Fußball werden.

Guardiola und seine Vertreter werden alle Optionen abwägen, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen, und viel kann in den kommenden Monaten passieren, was diese Entscheidung noch beeinflusst. Doch was immer auch passiert: Er wird in der kommenden Saison wieder einsteigen – und europaweit wollen viele Verantwortliche, dass dies bei ihrem Klub stattfindet.

Folgt Greg Stobart bei

EURE MEINUNG: Wo würdet Ihr Guardiola im nächsten Sommer gern sehen?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig