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Klaas-Jan Huntelaar: „Es gab Anfragen aus England“

Der Stürmer erklärt in einem Interview, was ihn zur Vertragsverlängerung bewegte und was er in Zukunft auf Schalke erreichen will.

Gelsenkirchen. Der Start der Rückrunde steht vor der Tür: Kommenden Freitag trifft Schalke 04 in der heimischen Veltins-Arena auf Hannover 96. Für die „Knappen“ geht es nach einer mauen Hinrunde um viel. Die Champions League will man erreichen, so formuliert zumindest Stürmer Klaas-Jan Huntelaar die Ziele auf Schalke.

Deutschland oder England?

„Ich will mit Schalke regelmäßig in der Champions League spielen. Weil ich mich mit den Besten messen will, und weil der Verein dadurch viel Geld erhalten würde. Das ist wichtig für die Zukunft des Klubs und für die Fans“, sagt der 29-Jährige im Interview mit der Welt.  

Den Grundstein für eine längerfristige Zusammenarbeit legte der niederländische Nationalspieler kurz vor Weihnachten. Bis 2015 läuft der neue Vertrag Huntelaars. Der Weg dahin war lang und mit Spekulationen über einen Abgang gepflastert. „Ich bin in mich gegangen und habe mir die Frage gestellt: Was willst du? Willst du auf Schalke bleiben oder nach England gehen? Denn die englische ist die einzige der europäischen Topligen, in der ich noch nicht gespielt habe“, erklärt der Angreifer.

Den Ausschlag gab am Ende die Familie. „Es gab mehrere Anfragen. Aber ich habe mit keinem Klub verhandelt. Mir war ganz wichtig, dass sich meine Familie wohlfühlt. Und hier auf Schalke haben wir alles“, so Huntelaar und ergänzt: „Auf Schalke ist immer Leben. Wenn es gut läuft, und auch wenn es mal schlecht läuft. Das gefällt mir. Es ist immer Feuer drin und nie langweilig.“

„Er ist ein guter Junge“

Anders als der Bundesliga-Torschützenkönig der Vorsaison folgte Teamkollege Lewis Holtby den Lockruf der Premier League. Bei Tottenham Hotspur unterschrieb der Mittelfeldspieler einen Vorvertrag und wird im kommenden Sommer ablösefrei an die White Hart Lane wechseln. „Für uns ist das sehr schade – auch weil wir keine Ablöse bekommen. Ich hoffe für ihn, dass er sich bei Tottenham durchsetzt, er ist ein guter Junge“, urteilt Huntelaar.  

„Trainerentlassungen sind fast immer ungerecht“

Zumindest in der Rückrunde wird Holtby noch in Königsblau spielen. Dann gilt es, Boden auf die Tabellenspitze gutzumachen. Den Anschluss an diese hat man in der Hinrunde verloren. Der neue Coach Jens Keller soll es besser machen als sein Vorgänger Huub Stevens, der vor der Winterpause seine Koffer packen musste.

Keine faire Entscheidung, wie Klaas-Jan Huntelaar findet. „Eine Trainerentlassung ist fast immer ungerecht. Es war nicht Huub Stevens allein schuld, sondern wir alle. Ich hatte ein gutes Verhältnis zu ihm und finde es schade. Er hat viel für den Verein geleistet, hat uns in die Champions League geführt. Aber im Fußball ist das eben so, dass der Trainer dann das schwächste Glied ist.“, erklärt der Angreifer, hofft aber auf eine Wiederkehr seines Landsmannes: „Möglicherweise kommt er ja in anderer Funktion zurück nach Schalke. Das würde mich sehr freuen.“

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